Gernot hat geschrieben:Invincible1958 hat geschrieben:Seine Hauptkritik ist, dass man als Zuschauer das Interesse an den Charakteren und der Handlung verliert, weil dem Film die emotionale Tiefe fehlt. Wenn jemand stirbt, tut es dem Zuschauer nicht weh etc.
lol das ist witzig. meiner meinung nach ist es nämlich GENAU UMGEKEHRT. noch nie habe ich in einem bondfilm so mitgefühlt... möglicherweise "kenne" ich aber auch die einzelnen charaktere besser bzw. habe einen anderen bezug dazu?
Sowas habe ich mir auch schon gedacht.
Wir haben einen ganz anderen Blickwinkel auf das Bond-Universum als die meisten anderen Leute. Das fällt mir auch immer wieder auf, wenn ich an meine Lieblingsszenen aus den Bondfilmen denke. Das sind nie die, an die sich andere erinnern. Und auch die Szenen, die in TV-Specials häufig als Höhepunkte gefeiert werden, überschneiden sich nur selten mit meinen Bond-Höhepunkten.
Daher stimmt es schon, dass jeder einen ganz anderen Bezug dazu hat. Und wer vielleicht (noch leicht müde) an einem Vormittag in eine Pressevorführung geht, ist sowieso in einer ganz anderen Stimmung als wenn man Abends in einem vollen Kinosaal sitzt, den Film genießen kann, und nicht schon während der Vorstellung ständig daran denkt wie man bloß eine schlaue Kritik über das Werk verfassen kann.
Von daher sollte man wohl einfach seinen Kopf von allem möglichen frei machen, die Erwartungen runterschrauben, den Film auf sich wirken lassen, und ihn einfach so genießen wie er ist.