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Ich habe sowieso aus jeder Ära meinen Lieblingsfilm (Bond). Wie gesagt, jeder Bond-Darsteller hatte seinen eigene Herangehensweise. Das ist ja auch das Tolle an den Bondfilmen und was Daniel Craigs Berserker-Herangehensweise angeht, ich find sie gut und es ist ja auch typisch Bond.
"The name's Bond. James Bond."

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wieder eine völlig positive kritik, diesesmal von der CINEMA:
Daniel Craig, die zweite: Im 22. Bond-Abenteuer "Ein Quantum Trost" wird die schmerzhafte Menschwerdung des einstigen Musterspions konsequent fortgesetzt.

Der von Marc Forster inszenierte Film knüpft direkt an das Ende des Vorgängers "Casino Royale" an und beschreibt Bonds Jagd nach den Hintermännern, die für den Verrat seiner Ex-Geliebten Vesper verantwortlich sind.

Foster hetzt seinen geschundenen Helden atemlos fast rund um den Erdball und treibt die Actionanteile in einsame Rekordhöhen. Doch es bleibt auch Raum für düstere psychologische Zwischentöne, die Bond mehr zusetzen als die Genitalfolter aus "Casino Royale". Dieser Bond hat eine Mission, aber er hat auch ein Trauma - und diese Kombination macht ihn spannender als je zuvor.

Einzige Einschränkung: Mathieu Amalric kann einen sardonischen Bösewicht wie "Le Chiffre" Mads Mikkelsen nicht wirklich ersetzen. Doch die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen im letzten Drittel ohnehin, und Bond muss sich in einer Welt zurechtfinden, in der Moral nur noch eine Frage des Geldes ist.

"Ein Quantum Trost" gehört zu den besten aller 007-Filme, und das Ende legt nahe, worum es im letzten Teil einer möglichen Trilogie gehen wird.
Fazit: Auch der zweite Craig-Bond überzeugt - als hartes Agentenabenteuer mit toller Action und visueller Dynamik.
5/5 punkte.
http://www.cinema.de/kino/news-und-spec ... Movie.html
Bond... JamesBond.de

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danielcc hat geschrieben:gernot, hab bei kritiken wie dieser immer so ein wenig das gefühl oder die hoffnung, dass noch was überraschendes verschwiegen wird.

kannst du uns sagen ob das ende eine überraschung bereithält die man bisher noch nicht lesen konnte?
naja, wenn du mir sagst, was du bisher vom ende weißt, dann kann ich dir das gerne mitteilen.
Bond... JamesBond.de

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vodkamartini hat geschrieben:DIe cinema Kritik ist gewohnt oberflächlich und nichtssagend. Darauf gebe ich schon seit Jahren nichts mehr.
die cinema hat sich im laufe der jahre unfassbar schlecht entwickelt, meiner meinung nach. immer häufiger bringen die 12 seiten lange specials zu blockbustern nur um den film dann im nächsten oder übernächsten heft in einer 1/4 seiten kritik zu verreißen. total albern.

@gernot:
Spoiler
nun ja, klar ist ja das bond in moskau auf den ex von vesper trifft. von ihm vermutlich infos will. vermutlich kommt M dazwischen. ich gehe aber davon aus, dass der ex übrlebt und nicht viel passiert. es war zu lesen dass bond anschließend draußen im gespräch mit M kündigt. ob das stimmt weiß ich nicht

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Kann ich 1:1 unterschreiben. Das ist inzwischen ein Film-Boulevard-Blatt. Kann man nicht mehr ernst nehmen. Egal ob Verriss oder Beweihräucherung, die Reviews sind oberflächlich banal und nicht einmal unterhaltsam geschrieben.

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Thunderball hat geschrieben:Hier ist noch eine (positive) Kritik: http://tt.com/tt/freizeit/story.csp?cid ... =55&fid=21
„Ein Quantum Trost“ ist „Der Pate II“ der Agentenfilme.

Na, ob er da nicht vielleicht doch ein wenig übertreibt. Aber schön, dass es immer mehr Menschen (Kritiker) gibt, die sich für den Film begeistern können. Also scheint QOS doch nicht ganz am Geschmack des Publikums vorbeiproduziert worden sein - so wie manche Leute behaupten.



Der britische Radio-Moderator Mark Kermode mit seiner Kritik im Radio:

http://de.youtube.com/watch?v=R_BfEoFFNqo

Seine Hauptkritik ist, dass man als Zuschauer das Interesse an den Charakteren und der Handlung verliert, weil dem Film die emotionale Tiefe fehlt. Wenn jemand stirbt, tut es dem Zuschauer nicht weh etc.
Das klingt alles sehr nach der Art wie die Brosnan-Filme zusammengeschustert wurden.

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Invincible1958 hat geschrieben:Seine Hauptkritik ist, dass man als Zuschauer das Interesse an den Charakteren und der Handlung verliert, weil dem Film die emotionale Tiefe fehlt. Wenn jemand stirbt, tut es dem Zuschauer nicht weh etc.
lol das ist witzig. meiner meinung nach ist es nämlich GENAU UMGEKEHRT. noch nie habe ich in einem bondfilm so mitgefühlt... möglicherweise "kenne" ich aber auch die einzelnen charaktere besser bzw. habe einen anderen bezug dazu? wahrscheinlich - trotzdem ist diese aussage da oben IMHO falsch, ich denke da werdet ihr mir in 10 tagen alle zustimmen können.

was mir auffällt: die deutschsprachigen kritiken sind insgesamt um einiges positiver (einige davon von diversen movie-seiten sind sogar extrem positiv) als die englischsprachigen, woran das liegen mag?
Bond... JamesBond.de

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Bei den Cinema-Kritiken ist es oft zumindest bei mir immer so dass die Filme die von ihnen zerissen werden mir gefallen und die Filme, die sie hochloben finde ich dann eher enttäuschend. Daher höre ich schon lange nicht mehr auf deren Kritiken, aber ich kaufe trotzdem oft deren Ausgaben, weil ich sehr gerne solche Film-Zeitschriften lese.

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Auf Filmkritiker sollte man sowieso nicht hören genauso wenig wie auf Bekannte oder Freunde.

Bei Filmen sollte man sich immer selbst ein Urteil bilden da ja Geschmäcker bekanntlich verschieden sind. ;-)


Gruß Mike007
Bond: Erwarten Sie das ich Rede?

Goldfinger: Nein Mr. Bond ich erwarte von Ihnen, dass Sie sterben!!!

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die radio kritik ist ja lustig. der mann geht ja voll ab. schon wieder diese bourne-verherrlichung...

schon allein das aufregen über den titel und den song...

wenn er alles nur an CR misst, vergisst er das CR total unterschiedlich zu den vorgängern war. also will er überhaupt einen bond film? bond ist nicht über drama...

und witzigerweise sagen ja fast alle anderen, dass man gerade in diesem film richtig den schmerz und die härte der action spürt.

und andere haben schon gesagt, dass es weniger product placement gibt

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Gernot hat geschrieben:
Invincible1958 hat geschrieben:Seine Hauptkritik ist, dass man als Zuschauer das Interesse an den Charakteren und der Handlung verliert, weil dem Film die emotionale Tiefe fehlt. Wenn jemand stirbt, tut es dem Zuschauer nicht weh etc.
lol das ist witzig. meiner meinung nach ist es nämlich GENAU UMGEKEHRT. noch nie habe ich in einem bondfilm so mitgefühlt... möglicherweise "kenne" ich aber auch die einzelnen charaktere besser bzw. habe einen anderen bezug dazu?
Sowas habe ich mir auch schon gedacht.
Wir haben einen ganz anderen Blickwinkel auf das Bond-Universum als die meisten anderen Leute. Das fällt mir auch immer wieder auf, wenn ich an meine Lieblingsszenen aus den Bondfilmen denke. Das sind nie die, an die sich andere erinnern. Und auch die Szenen, die in TV-Specials häufig als Höhepunkte gefeiert werden, überschneiden sich nur selten mit meinen Bond-Höhepunkten.

Daher stimmt es schon, dass jeder einen ganz anderen Bezug dazu hat. Und wer vielleicht (noch leicht müde) an einem Vormittag in eine Pressevorführung geht, ist sowieso in einer ganz anderen Stimmung als wenn man Abends in einem vollen Kinosaal sitzt, den Film genießen kann, und nicht schon während der Vorstellung ständig daran denkt wie man bloß eine schlaue Kritik über das Werk verfassen kann.

Von daher sollte man wohl einfach seinen Kopf von allem möglichen frei machen, die Erwartungen runterschrauben, den Film auf sich wirken lassen, und ihn einfach so genießen wie er ist.