Welcher ist für euch der beste "Indiana Jones"-Film?

Jäger des verlorenen Schatzes
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (7%)
Indiana Jones und der Tempel des Todes
Insgesamt abgegebene Stimmen: 4 (27%)
Indiana Jones und der letzte Kreuzzug
Insgesamt abgegebene Stimmen: 8 (53%)
Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (7%)
Indiana Jones und das Rad des Schicksals
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (7%)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 15

Re: Indiana Jones

1066
So lange sie den 20. Transformers - obwohl ich die als Komödie so richtig genießen kann, allein schon der neue Tailer ist so himmelschreiend dumm, dass man sich unterm dem Kinosessel kringelt - , den 40. Marvel, den 39. DC (darunter den 80. Spiderman) unters Publikum werfen und dieses dann immer noch in relativen Scharen kommt, so lange haben sie ganz sicher noch keinen Denkzettel bekommen. Indy ist da noch harmlos mit seinen 5 Filmchen. Obgleich auch das schon 2 zu viel sind.
http://www.vodkasreviews.de


https://www.ofdb.de/autor/reviews/45039/

Re: Indiana Jones

1067
Ich konnte mal wieder nicht anders. Habe den kompletten Plot zum Film schon gelesen :-)

Man sollte auch Abstand davon nehmen sich den ganzen Cast anzuschauen (zB auf imdb). Auch da könnten schon Spoiler versteckt sein
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Indiana Jones

1068
danielcc hat geschrieben: 22. Mai 2023 08:09 Ich konnte mal wieder nicht anders. Habe den kompletten Plot zum Film schon gelesen :-)
Naja, wenn man die Leaks verfolgt hat, hat man durch die offiziellen Bestätigungen der Cannes-Insider nicht viel neues erfahren. :)
https://filmduelle.de/
https://letterboxd.com/casinohille/

Let the sheep out, kid.

Re: Indiana Jones

1070
Also wieso man sich hier für eine frühe Veröffentlichung in Cannes entschieden hat bei diesen schlechten Kritiken ist schon fraglich. Klar gibt's viele Bilder vom roten Teppich (und frühere Indy Filme wurden dort auch gezeigt), aber wenn der Film jetzt wochenlang zerrissen wird steht das wahrscheinlich nicht dafür...

Naja, schade 😕
Bond... JamesBond.de

Re: Indiana Jones

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Gernot hat geschrieben: 22. Mai 2023 09:09 Also wieso man sich hier für eine frühe Veröffentlichung in Cannes entschieden hat bei diesen schlechten Kritiken ist schon fraglich. Klar gibt's viele Bilder vom roten Teppich (und frühere Indy Filme wurden dort auch gezeigt), aber wenn der Film jetzt wochenlang zerrissen wird steht das wahrscheinlich nicht dafür...
Man ist wohl wirklich davon ausgegangen, sehr gute Presse in Cannes zu erhalten. Da müssen alle Beteiligten wirklich unerwartet mit konfrontiert worden sein. Aber ja, es wird dem Film nicht unbedingt helfen.
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Re: Indiana Jones

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Gernot hat geschrieben: 22. Mai 2023 09:09 Also wieso man sich hier für eine frühe Veröffentlichung in Cannes entschieden hat bei diesen schlechten Kritiken ist schon fraglich. Klar gibt's viele Bilder vom roten Teppich (und frühere Indy Filme wurden dort auch gezeigt), aber wenn der Film jetzt wochenlang zerrissen wird steht das wahrscheinlich nicht dafür...

Naja, schade 😕
Ich sehe das anders, habe ich ja schon gesagt. Erstens glaube ich nicht, dass man nur positive Kritiken erwartet hat. Dafür ist die Welt zu zynisch und natürlich ist dieser Film keine Sensation. Kann er auch gar nicht sein. Zweitens denke ich, dass die meisten Zuschauer die Kritiken von Zeitschriften und co gar nicht wahrnehmen. Die sehen jetzt viele PR und denken sich "oh ein neuer Indiana Jones! Sogar in Cannes!".

Dann werden jetzt einige Wochen ins Lande gehen, wo die negativen Kritiken total vergessen werden.
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Re: Indiana Jones

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Besser, die negativen Kritiken jetzt schon weg zu haben als erst dann, wenn der normale Zuschauer den Film sehen will :).
"East, West, just points of the compass, each as stupid as the other."
(Joseph Wiseman in Dr. No)

Re: Indiana Jones

1074
In Vorbereitung des Kinobesuchs habe ich mit Sohnemann nun auch RotLA gesehen. Bei aller tiefempfundenen Liebe zu diesem Film (locker 20 Jahre nicht gesehen) ist mir aufgefallen, dass sie das Ende aber auch ganz schön verbockt haben. Schade! Die finale Szene ist irgendwo zwischen "Ghostbusters" und "Poltergeist" konzipiert, die Effekte sind fürchterlich, auch der Rhythmus stimmt für mich am Ende nicht mehr. Die spannende LKW-Verfolgung, die Flucht auf dem Schiff, da war gefühlt irgendwie schon Schluss - dann werden Indy und Marion vom U-Boot entführt und erleben das Ende als gefesselte Zuschauer. Mich beschleicht der Eindruck, das hätte man besser machen können.
Zuletzt geändert von ollistone am 22. Mai 2023 10:54, insgesamt 1-mal geändert.
"Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen."

Re: Indiana Jones

1075
hahaha, danke für diesen Kommentar! Genau so würde Raiders wohl heute beurteilt werden.

Für mich "zerfällt" der Film eigentlich schon sobald es auf das Schiff geht. Da ändert sich die Stimmung und Indie wirkt erst planlos und verkommt dann zum passiven Beobachter.

Was ja noch heute viele nicht wahrhaben wollen, ist wie "cheesy" das Ende ist mit den Effekten. Dabei meine ich gar nicht ob das gut ist oder nicht, sondern den Fakt, dass der MacGuffin sich hier wahrhaft materialisiert, das Übernatürliche wirklich gezeigt wird. Das hat man dann in Teil 2 und 3 noch mal gemacht, bevor dann Teil 4 irgendwie dafür total zerrissen wurde
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Re: Indiana Jones

1076
Es ist aber kein McGuffin, das wäre er nur wenn die Lade nie wirklich auftauchen würde. Es ist in Raiders ganz im Gegenteil genau das was Hitchcock nicht meint.

Mir sind die Special Effects am Ende nie negativ aufgefallen, auch nicht beim Wiedersehen vor wenigen Jahren. Lediglich ein nicht so gutes Matte Painting fiel mir auf.

Und das Indy am Ende gefesselt ist, das ist ebenfalls nie etwas gewesen was auch nur im Ansatz ein Problem gewesen wäre. Das Ende hat für mich immer so wie es ist sehr gut funktioniert. Ich fand das sogar großartig, daß die Bundeslade tatsächlich töten kann. Weil es einen irrationalen Effekt in den Film bringt, einen nicht erwarteten Bruch. Der dann bei den Fortsetzungen natürlich erwartbar wird.

Aber im Gegensatz zu den Außerirdischen in # 4 funktioniert das in # 1 und 3 sehr gut.
Zuletzt geändert von Maibaum am 22. Mai 2023 13:21, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Indiana Jones

1077
Naja, "Jäger des verlorenen Schatzes" ist eine große Wiederbelebung oder Hommage an alte Serials. Heute kennt man diese Serials nicht mehr, daher wirkt das mittlerweile vielleicht eigenartig, was Spielberg da in den letzten Minuten für einen Budenzauber veranstaltet, aber damals hat man das wohl sehr viel eindeutiger als Bezug zu den Vorgängern erkannt. Aber ich kann ansonsten ollistone auch nicht ganz zustimmen, denn Indy ist am Ende eben nicht nur "gefesselter Zuschauer", im Gegenteil: Direkt vor dem Auftritt der Geister kommt es zur inhaltlich wichtigsten Szene des Films – die, in der Indy es nicht über sich bringen kann, mit dem Raketenwerfer die Lade zu zerstören. Und das nicht etwa, weil Marion dabei sterben würde, sondern weil er tatsächlich nicht mit sich vereinen könnte, "Geschichte" zu vernichten. Der Film deutet ja mehrfach an (spricht es an einer Stelle sogar aus), dass Indiana Jones und sein Kontrahent René Belloq nur Spiegelbilder voneinander sind, die sich in ihren Methoden und ihrer Besessenheit für Archäologie quasi nicht unterscheiden (mit dem einzigen Unterschied, dass Belloq sogar für die Nazis arbeiten würde, was Indy vermutlich nicht täte). Und erst mit der Szene, in der Indy sich tatsächlich ergibt, statt das Richtige zu tun ( = die Lade zerstören), ist dieser Handlungsstrang konsequent auserzählt. Von daher kann ich nicht nachvollziehen, wenn man sagt, dass da nach der U-Boot-Szene "gefühlt" schon Schluss ist.

Ansonsten stimme ich Maibaum zu: Dass die Lade selbst töten kann und damit das Überirdische (woran Indy im Film vorher explizit NICHT glaubt) in den Film eingreift und ihn rettet, ist doch eine spannende Wendung, die auch so in der Form überraschend ist. Spannende Ergänzung, die das Ende für mich noch besser macht: Belloq vollzieht da ja ein jüdisches Ritual, dem die Nazis beiwohnen und rezitiert dabei "בריך שמיה", ein reales jüdisches Gebet, das man in Synagogen spricht, wenn die Tora geöffnet wird. Allerdings lässt er (vermutlich, da immerhin die NAZIS anwesend sind) das Ende des Gebets aus, das aus einem Segen für das jüdische Volk besteht. Ob das der Grund ist, weshalb er den Gott Jahwe erzürnt und dieser alle Anwesenden plattmacht? Bei einem jüdischen Filmemacher wie Spielberg kann man zumindest glauben, hier liegt kein bloßer Zufall vor …
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Re: Indiana Jones

1078
Aber gab es in den alten Serials so ein Ende? Oder ist es genau das wo Spielberg über diese vom Plot her hinaus geht.

Und abgesehen davon, wer kannte in 1982 noch diese alten Serials? Gut vielleicht übers damalige TV.

Ich habe bei Raiders jedenfalls nicht an Uralt- Serials gedacht, habe aber einen verbesserten Bond darin gesehen. Aber ich habe die auch erst ein paar Jahre später gesehen, und zunächst nur auf VHS . Im Kino haben mich nämlich # 1 und 2 damals überhaupt nicht interessiert. Erst bei # 3 war ich dann auch im Kino dabei. Aber das waren damals trotzdem lediglich 6/10 Filme für mich, und # 2 noch weniger, da der mir zu albern war.

Re: Indiana Jones

1079
@ Hille: Inhaltlich hast du natürlich Recht. Was da noch passiert, ist mir schon klar; ich empfand das Ende dennoch als unorganisch, da ein sehr bodenständiger, handgemachter Film eben nicht mit einer gut gemachten, spektakulären, furiosen Actionszene endet, sondern einem nur halb gut gemachten Special-Effects-Mummenschanz. Das wirkt auf mich unrund.

Wer den Film nicht kennt (wie mein Sohn), hätte auch kein Problem damit gehabt, wenn der Film mit der Szene auf dem Schiff endet ("Wo tut es eigentlich nicht weh?" - "Hier... und hier ist auch nicht so schlimm...").
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Re: Indiana Jones

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ollistone hat geschrieben: 22. Mai 2023 11:35 Wer den Film nicht kennt (wie mein Sohn), hätte auch kein Problem damit gehabt, wenn der Film mit der Szene auf dem Schiff endet ("Wo tut es eigentlich nicht weh?" - "Hier... und hier ist auch nicht so schlimm...").
Hmmm okay. Finde ich aber nicht. Da wäre zu vieles unrund – gerade weil ein wesentlicher Kern des Films (Indy als Archäologe und Gegenbild zu Belloq) nicht auserzählt worden wäre. Für mich wäre das da ein unbefriedigendes Ende, während das eigentliche Ende schlüssig ist und sehr befriedigend ausfällt – gerade weil, nachdem die Lade ihre Kräfte offenbart hat, sie dann letztlich in irgendeinem geheimen Lager endet und Indy zwar damit nicht viel erreicht, aber immerhin die Frau bekommen (und die Welt gerettet) hat. Ohne das Effekt-Finale würde die Lade wohl einfach schnöde im Museum landen, was ein weit weniger "glamouröser Schluss" wäre. Dann wäre sie einfach nur ein Artefakt, welches Indy vor Hitlers Schergen bekommen hat, aber das Finale des Films ist ja deshalb so spannend, weil wir erfahren, dass sie tatsächlich Kräfte besitzt und wir nicht zwei Stunden nur um eine schnöde Kiste gekämpft haben. Aber das ist sicher eine Frage der Betrachtung. Jedenfalls: Von dem, worum es in "Jäger des verlorenen Schatzes" geht (und das ist mehr als das Hin und Her mit der Lade), ist auf dem Boot noch zu viel offen, als dass der Film für mich zufriedenstellend aufhören könnte.
Maibaum hat geschrieben: 22. Mai 2023 11:18 Und abgesehen davon, wer kannte in 1982 noch diese alten Serials? Gut vielleicht übers damalige TV.
In den USA garantiert, hierzulande vielleicht eher nicht mehr. :)
00T hat geschrieben: 22. Mai 2023 09:39
danielcc hat geschrieben: 22. Mai 2023 09:20 Ich sehe das anders, habe ich ja schon gesagt. Erstens glaube ich nicht, dass man nur positive Kritiken erwartet hat. Dafür ist die Welt zu zynisch
Besser, die negativen Kritiken jetzt schon weg zu haben als erst dann, wenn der normale Zuschauer den Film sehen will :).
Ne, man hat ganz sicher mit sehr positiven Kritiken gerechnet, ansonsten leistet man sich den Cannes-Luxus nicht. "Top Gun: Maverick" ist 2022 auch in Cannes gezeigt worden und wurde da abgefeiert (so viel zur "zynischen Welt" heute), und hatte so vor Kinostart schon ein positives, lobendes Presseecho. Darauf hat man bei Indy auch gehofft und es hat halt nicht geklappt.
Maibaum hat geschrieben: 22. Mai 2023 11:18 Aber gab es in den alten Serials so ein Ende? Oder ist es genau das wo Spielberg über diese vom Plot her hinaus geht.
Ja, genau, das Ende ist dann eine Spielberg-Idee und nicht mehr typisch für die alten Serials. Ich meinte eher der andere Kram, der am Ende passiert und den man vielleicht cheesy nennen kann. Eine große, sehr wesentliche Inspiration für "Jäger des verlorenen Schatzes" war das Serial "Secret Service in Darkest Africa", in dem die Hauptfigur, der amerikanische Geheimagent Rex Bennett (Rod Cameron) das Dritte Reich infiltriert, sich als Nazi-Offizier der SS ausgibt (wie Indy) und u.a. auch mit deutschen U-Booten zu tun hat, und mit allerlei Geschick im Wasser mit diesen mithält (wie Indy). In "Secret Service in Darkest Africa" geht es übrigens um einen US-Agent, der in Afrika verhindern will, dass die Nazis ein muslimisches Grab entdecken, welches "den Muslimen" erklären würde, wie man richtig kämpft. :lol:

Aber es gibt noch deutlich mehr Serials, die in "Jäger des verlorenen Schatzes" sehr offensiv zitiert werden, wenn man mal sucht.

Wen es näher interessiert:
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