Wie auch schon die ersten beiden Mando-Staffeln sehr hochwertig gemacht mit tollen Sets, Kostümen und Effekten. Die „Vorgeschichte“ von Boba war gut gelöst. Die entscheidendste Szene seines Entkommens kam mir zu kurz und wirkte zu schnell wie abgeharkt nach der Methode „Wir habensˋs grob gezeigt. Gebt euch damit zufrieden. Weiter geht’s mit der Story“.
Dabei allerdings das nächste Problem. Wirklich Story gibts rund um Boba eigentlich garnicht. Auch verkommt er im Laufe der Staffel zu einem Statisten in seiner eigenen Serie. Gerade die fünfte Folge, in der Boba nicht auftaucht ist gleichzeitig auch die stärkste Folge der gesamten Staffel. Leider versucht die Staffel auch zu sehr von Fanmomenten zu leben. Folge 6 geht da nach meinem Empfinden zu weit - deutlich!
Auch passen die Speederbike-Gang, sowie die Teens mit ihren aufgemotzten und auf Hochglanz polierten Speederbikes absolut garnicht in die Star Wars Welt. Die finale Folge hätte auch locker um 10 Minuten gekürzt werden können. Und die angespielte King-Kong-Szene war etwas erbärmlich.
Fazit: Gut gedacht, aber der Titel der Serie passt nahezu garnicht auf die tatsächlichen Ereignisse der Staffel. Man versucht mit Fanservice die Bewertungen zu verbessern und eingesessene SW-Fans abzuholen und zu begeistern. Die Hauptfigur verkommt zur Randfigur und verliert einen großen Teil des Charms, der in der Original-Trilogie aufgebaut wurde. Gefühlt ist jede Person/Figur spannender als Boba. Wer die Qualität von Mando erwartet, wird weitestgehend enttäuscht.
Die fünfte Folge war dennoch klasse und die Effekte weitestgehend auf sehr hohem Niveau.
Daher vergebe ich (mit leichtem Trend nach unten)
5/10 Punkte