Daniel_Craig hat geschrieben:Ich kopiere das mal aus Tante Wiki raus.
* 1995: Loungers
* 2001: Everything Put Together
* 2001: Monster’s Ball
* 2004: Wenn Träume fliegen lernen (Finding Neverland)
* 2005: Stay
* 2006: Schräger als Fiktion [Stranger Than Fiction)
* 2007: The Kite Runner (Kinostart: November 2007)
* 2008: Bond 22 (Arbeitstitel)
Ist nicht gerade berauschend was er da an Filmen hatte.

Nicht berauschend???
"Finding Neverland" ist einer der besten Filme der letzten 10 Jahre, finde ich. Der war zurecht für 7 (!) Oscars nominiert, und hat ihn für den Soundtrack auch zurecht bekommen. Es ist nicht so als wären das unbekannte Filme.
Jeder seiner Filme entstammt einem anderen Genre. Er hat sich auf keinen Stil festgelegt. Jeder seiner Filme wirkt frisch und visionär. Er har inzwischen einen so guten Ruf, dass er jeden Schauspieler bekommt, den er haben will:
Monster's Ball: Rassismus-Drama (Oscar für Halle Berry)
Finding Neverland: Biographie/Fantasy (mir Johnny Depp, Kate Winslet, Dustin Hoffman)
Stay: Mystery Thriller (mit Ewan McGregor, Naomi Watts, Bob Hoskins)
Stranger Than Fiction: Psycho-Komödie (mit Will Ferrell, Dustin Hofman, Emma Thompson)
The Kite Runner: Afghanistan-Biographie (kommt Ende des Jahres ins Kino) - das wird wieder ein Oscar-Abräumer, da bin ich mir sicher!
Ich liebe es, dass er sich mit jedem Film neu erfindet. Er hat ein unglaubliches Talent, perfkete Schauspielleistungen aus seinen Darstellern rauszuholen. Zudem hat er es raus wie man eine Geschichte atmosphärisch dicht und interessant erzählt.
Das ist das allererste mal, dass ein A-Regisseur einen Bondfilm dreht. Und im Gegensatz zu anderen Bondregisseuren ist er ziemlich jung und hat noch viele Visionen und Ideen. Bei Campbell und vor allem auch bei früheren Bondregisseuren konnte man im Vorraus immer schon ahnen wie der Film ungefähr aussehen und wirken wird. Forster ist aber einer, der einen immer wieder überraschen kann - und das meine ich NUR positiv.
Er hat zwar noch nie einen Action-Film gedreht. Aber was soll's? Heisst das, dass er das nicht kann? Peter Jackson hat vor 'Herr der Ringe' nur B-Movies gemacht.
Die Tatsache, dass Marc Forster schon mehrere Großproduktionen (wie zum Beispiel Harry Potter) angeboten wurden, zeigt deutlich, dass er sehr begehrt ist.
Fragt mal unter Filmkennern herum: denen ist der Name ein Begriff. Ich meine natürlich nicht Mainstream-Fans, die nur Spielberg, Peter Jackson, George Lucas und Co kennen, sondern Leute, die auch mir Fernando Meirelles (ebenfalls einem der besten da draußen "City of God", "Der ewige Gärtner")) und Co was anfangen können.
Aber macht euch keine Sorgen. Es bleibt immer noch James Bond. Forster wird daraus keinen Experimentier-Film machen. Das würden Broccoli und Wilson schon gar nicht zulassen.
In einem US-Artikel wurde neulich geschrieben, dass Forster der Mann mit dem 'Golden Touch' sei - alles was er anfängt, wird zu QUALITÄT. Und dem stimme ich ohne Widerspruch zu. Wenn man Kino liebt, mag man auch Forsters Filme. Ihm geht es nicht um irgendwelche Zielgruppen oder einen bestimmten Stil. Ihm geht es einfach darum, gute Geschichten zu erzählen - und zwar auf die Art wie er es für richtig hält. Und in den letzten Jahren springen immer mehr auf seinen Zug auf.