craigistheman hat geschrieben: Heute 13:39
Wir werden uns leider alle daran gewöhnen müssen, dass physische Medien zunehmend verschwinden. Die Umweltfaktoren bei der Herstellung diverser Kunststoffe sind erheblich und man möchte den Handel zukünftig auf Produkte beschrenken, die alternativlos in materieller Form existieren müssen.
Das klingt ja fast so, als würden die Unternehmen aus Umweltgründen so handeln. Das mag in Einzelfällen mal zutreffen, aber gerade bei den großen Playern hat es damit ganz bestimmt nichts zu tun. Da geht es schlicht um größere, bzw. langfristigere Macht für die Unternehmen über das Produkt. Und damit um größere Gewinnmöglichkeiten. Wie Hille schon richtig angesprochen hat: Auch Streaming verbraucht große Mengen an Energie und die wird zu großen Teilen immer noch fossil hergestellt. Und im Gegensatz zur physischen Disc, für die diese Energie einmal aufgewendet werden muss, muss sie es für jeden Stream aufs Neue.
Casino Hille hat geschrieben: Heute 14:08
Bin kein Freund von Defätismus. Wir alle haben es mit unseren Konsumentscheidungen in der Hand, wie es läuft.
So ist es. Und es gibt ja auch Beispiele wie die LP, die fast ganz verschwunden war, bevor sie plötzlich wieder zurück gekommen ist. Nicht als Hauptvertriebsweg, aber als etabliertes Nischenprodukt. Damit wurde gezeigt, dass das wirtschaftlich umsetzbar ist.
Ich bin gespannt, ob dem Sturm der Entrüstung, den Sonys Ankündigung, ab 2028 keine Spielediscs mehr zu verkaufen, langfristig taten folgen werden und ob sich X-Box da als Gegenmodell präsentieren wird (wahrscheinlich nicht, aber man wird ja noch hoffen dürfen).
Casino Hille hat geschrieben: Heute 14:08
von den 3-4 Techno-Faschisten
Ach Hille, da muss ich mich Daniel echt anschließen. Solche Beschreibungen braucht es echt nicht. Zumal ein Jeff Bezoz mit den oben genannten Entscheidungen vermutlich nicht das geringste zu tun haben wird. Der inflationäre Gebrauch dieses Wortes hat in den letzten Jahren nur zu seiner Entwertung geführt und hat inzwischen bei vielen einen Gegenteiligen Effekt - die Solidarisierung.
Ich bin ganz gewiss kein Fan von Amazon und seinem CEO, im Gegenteil, bis heute habe ich noch keinen Cent auf der Plattform gelassen und ich habe fest vor, dass es so bleibt. Trotzdem stoßen mich solche zwanghaften Verunglimpfungen ab.