Ich fasse mich bei den Nach-Flemings jetzt mal ein bisschen kürzer:
CS als erster Bond aus der Feder eines anderen Autoren hat mir gut gefallen. Markham imitiert Flemings Schreibstil sehr gekonnt, beschreibt auch detailliert, aber nicht so ausufernd und anstrengend wie Fleming. Griechenland und seine Inseln werden schön beschrieben, ich fühlte mich fast wie vor Ort, der Handlung ist leicht zu folgen, es werden prägnante Charaktere geschaffen, sowohl böse Baddies als auch sympathische Verbündete. Lange Zeit bleibt unklar, worum es eigentlich geht, für meinen Geschmack etwas zu lange. Auffällig auch, dass die Handlung quasi sofort startet. Man hat noch nicht mal drei Seiten gelesen und schon ist eine ganze Menge passiert.
Fazit: Ein unterhaltsamer Bond, der deutlich besser und flüssiger daherkommt als die meisten Flemings. Hätte gerne mehr Bonds aus der Feder Markhams gelesen.
Mir unbekannt war bisher, dass die Folter-Szene nahezu 1:1 in den Film "Spectre" übernommen wurde inkl. wörtlicher Zitate von Colonel Sun / Oberhauser.
Re: Romanbesprechung: Colonel Sun (Markham / Amis, 1968)
16"Hiermit kündige ich meine Mitgliedschaft!" - "Wir sind kein Countryclub, 007!"