Welcher Film von Christopher Nolan ist der Beste?

Following (1998) (Keine Stimmen)
Memento (2000)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 6 (16%)
Insomnia (2002) (Keine Stimmen)
Batman Begins (2005)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (3%)
Prestige (2006)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 5 (13%)
The Dark Knight (2008)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 7 (18%)
Inception (2010)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 4 (11%)
The Dark Knight Rises (2012)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (3%)
Interstellar (2014)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 5 (13%)
Dunkirk (2017)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (3%)
Tenet (2020)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 4 (11%)
Oppenheimer (2023)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 4 (11%)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 38

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

1876
Ich verstehe nicht, weshalb ein Spektakel-Kaiser wie Nolan sich einem so poetischen Stoff wie der Odyssee annimmt, für die man eigentlich eine regelrecht lyrische Sensibilität braucht, will man der Vorlage gerecht werden. Die Odyssee ist kein Überwältigungs-Hauruck-Epos, sondern eine sehr intrinsische Erzählung. Ob das zum großen Powwow mit Matt Damon, Zendaya und Tom Holland werden muss ... naja.

Gleichzeitig ist es für Nolan endlich mal etwas sehr Anderes, etwas, in dem er sich jetzt auch beweisen kann, von daher bin ich vorsichtig optimistisch dem gegenüber.
https://filmduelle.de/
https://letterboxd.com/casinohille/

Let the sheep out, kid.

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

1878
vodkamartini hat geschrieben: 23. Dezember 2025 01:11 Ja, aber große Panoramen sind dazu kein Widerspruch.
Nein, aber Nolans übliche Spektakel-Inszenierung schon, ich sehe in ihm noch keinen Regisseur mit lyrischer Qualität.
Aber gleichzeitig macht das den Reiz natürlich aus, weil es ihn mal aus seine Komfort-Zone herausreißt. Finde ich gut.
vodkamartini hat geschrieben: 23. Dezember 2025 01:11 Nur Holland wirkt hier völlig fehl am Platz.
So Ami-Hackfressen wie Jon Bernthal schrecken mich auch noch etwas ab. Warum nicht ein paar Europäer besetzen?
https://filmduelle.de/
https://letterboxd.com/casinohille/

Let the sheep out, kid.

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

1879
Gernot hat geschrieben: 22. Dezember 2025 22:42 Haut mich jetzt nicht vom Hocker, der Trailer an sich. Aber wird schon gut inszeniert sein ;-)
Mich hat der Tailer beim ersten Anschauen jetzt auch nicht übermäßig begeistert. Aber es ist halt auch nur der erste richtige Trailer. Der Prolog, der gerade vor einzelnen IMAX-Filmen in den Kinos läuft klingt dafür sehr nach dem was ich mir hier erwarte.
Casino Hille hat geschrieben: 23. Dezember 2025 01:08 Ich verstehe nicht, weshalb ein Spektakel-Kaiser wie Nolan sich einem so poetischen Stoff wie der Odyssee annimmt, für die man eigentlich eine regelrecht lyrische Sensibilität braucht, will man der Vorlage gerecht werden.
Das ist halt die Frage. Ich kann mir gut vorstellen, dass einige dahingehend auch etwas enttäuscht werden. Das wird eine Adaption, die fürs moderne Blockbusterkino geschaffen ist. Und ganz im Ernst: Das, was der Großteil der Leute von der Odyssey weiß, ist Spektakel, Spannung und Dramatik. Ich bin mir relativ sicher, dass viele nicht mal wissen, dass es sich dabei eigentlich um ein Gedicht handelt. Ein paar Grundpfeiler der Story kennt aber vermutlich fast jeder. Und das auf der großen Leinwand verfilmt, das dürfte auf viele einen großen Reiz haben.
Casino Hille hat geschrieben: 23. Dezember 2025 01:08 Gleichzeitig ist es für Nolan endlich mal etwas sehr Anderes, etwas, in dem er sich jetzt auch beweisen kann, von daher bin ich vorsichtig optimistisch dem gegenüber.
War Oppenheimer nicht auch schon etwas sehr anderes? Zumindest das Ausgangsmaterial? Am Ende wurde es ein typischer Nolan, und war trotzdem etwas sehr anderes. Generell springt Nolan ja von Genre zu Genre und macht deshalb eigentlich immer etwas anderes, auch wenn er für die Umsetzung meist sehr ähnliche Stilmittel benutzt. Und es würde mich schwer wundern, wenn das bei "The Odyssey" anders werden würde.
Casino Hille hat geschrieben: 23. Dezember 2025 01:21 Aber gleichzeitig macht das den Reiz natürlich aus, weil es ihn mal aus seine Komfort-Zone herausreißt. Finde ich gut.
Was ist denn in deinen Augen seine Komfort-Zone? Ich könnte die nämlich spätestens seit Oppenheimer nicht mehr benennen. Aber auch davor. Oppenheimer, Tenet, Dunkirk und Interstellar sind so unterschiedliche Filme, ich sehe nicht, dass "The Odyssey" da nochmal stärker aus der Reihe ausbrechen würde.
"You only need to hang mean bastards, but mean bastards you need to hang."

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

1880
dernamenlose hat geschrieben: 23. Dezember 2025 01:46 Das wird eine Adaption, die fürs moderne Blockbusterkino geschaffen ist.
Ja, ich fürchte auch, aber das wäre dann eine Enttäuschung in meinen Augen. Wenn Nolan sich den Stoff schon aussucht, dann erwarte ich eigentlich auch, dass er dessen Essenz herausarbeitet. Und das kann man von einem Regisseur seines Rufs definitiv erwarten. Ich hoffe auf eine im Geiste lyrische Adaption, und das Nolan das gelingt, ohne seine eigenen Vorzüge gänzlich zu opfern.
https://filmduelle.de/
https://letterboxd.com/casinohille/

Let the sheep out, kid.

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

1881
Casino Hille hat geschrieben: 23. Dezember 2025 02:04
dernamenlose hat geschrieben: 23. Dezember 2025 01:46 Das wird eine Adaption, die fürs moderne Blockbusterkino geschaffen ist.
Ja, ich fürchte auch, aber das wäre dann eine Enttäuschung in meinen Augen. Wenn Nolan sich den Stoff schon aussucht, dann erwarte ich eigentlich auch, dass er dessen Essenz herausarbeitet. Und das kann man von einem Regisseur seines Rufs definitiv erwarten. Ich hoffe auf eine im Geiste lyrische Adaption, und das Nolan das gelingt, ohne seine eigenen Vorzüge gänzlich zu opfern.
Kannst du ein bisschen erläutern, was du unter einer "im Geiste lyrischen Adaption" verstehst? Oder einen anderen (bekannten) Film nennen, den du so empfindest? Ich kenne bislang nämlich nur eine Adaption der Odyssey und nicht das Original, bin in der Thematik also scheinbar nicht so drin wie du.
"You only need to hang mean bastards, but mean bastards you need to hang."

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

1882
Nolan wird Spektakel liefern, müssen, bei dem Budget. Abgesehen davon sind sämtliche Verfilmungen der Ilias, Odyssee und des Nibelungenlieds (allesamt lyrische Stoffe) die ich kenne, auf Spektakel und Schauwerte ausgerichtet. Nolan wird ein paar lyrische Momente einstreuen, aber wie immer zuvorderst auf wuchtige Bilder setzen. Das muss aber nicht schlecht werden.
http://www.vodkasreviews.de


https://www.ofdb.de/autor/reviews/45039/

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

1883
Also, ich weiß jetzt wirklich nicht ob Filme wie Oppenheimer oder auch Dunkirk nur Spektakel waren (sicher NICHT). Auch Prestige oder Insomnia sind doch eher intime Filme. Ich würde behaupten, mit allem was Nolan bisher gemacht hat, ist der ganz gut gewappnet für The Odyssey. Das wird sicher ein 3 Stunden Epos in dem für vieles Platz ist. Nolan wird sicher nicht das machen, was jeder erwartet und andere schon gemacht haben.

Ich jedenfalls freue mich das hundert mal mehr drauf als auf Oppenheimer.
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

1885
Der Stoff sollte halt vor allem nicht nur grau, düster und schwer inszeniert werden. Dramatisch, ja. Spektakulär, ebenfalls (bei Scylla und Charybdis). Spannend an der Grenze zum märchenhaften Horror (Polyphem, Laistrygonen). Aber eben auch gerne poetisch und emotional, z.B. bei Kalypso. Und ob Nolan, der irgendwelche Doktorarbeiten über Emotionen schreiben aber sie nicht spürbar machen kann, das hinkriegt, bin ich skeptisch.

Vom Stoff her ist es immerhin deutlich interessanter als Oppenheimer, das Potential für Enttäuschungen ist dafür aber auch gross.
We'll always have Marburg

Let the sheep out, kid.

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

1886
vodkamartini hat geschrieben: 23. Dezember 2025 11:55 Spektakel bedeute hier ganz konkret: große Setpieces, viele Statisten, Schlachtenszenen, wuchtige Bilder und Lanschaftspanoramen.
Ja, aber auch nein. Ich kann Schlachtenszenen extrem opulent und wuchtig inszenieren, und trotzdem dabei einen Film herstellen, der mit aktuellem Hollywood-Blockbusterkino eigentlich gar nichts zu tun hat. Und das wäre für mich die Erwartungshaltung bei einer jetzigen Odyssey Adaption.
https://filmduelle.de/
https://letterboxd.com/casinohille/

Let the sheep out, kid.

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

1888
danielcc hat geschrieben: 23. Dezember 2025 19:04 Ich fände es schon angenehm, wenn der Films insgesamt aber vor allem in den Massenszenen nicht diesen verdächtigen CGI Look hätte.
Welchen CGI-Look meinst du? Ich hab im ganzen Trailer keinen gesehen. Währe aber auch sehr verwunderlich, da Nolan CGI bekanntlich überall vermeidet, wo es nicht absolut zwingend notwendig ist. Und bei Massenszenen ist es das definitiv nicht.
"You only need to hang mean bastards, but mean bastards you need to hang."

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

1889
Casino Hille hat geschrieben: 23. Dezember 2025 19:01
vodkamartini hat geschrieben: 23. Dezember 2025 11:55 Spektakel bedeute hier ganz konkret: große Setpieces, viele Statisten, Schlachtenszenen, wuchtige Bilder und Lanschaftspanoramen.
Ja, aber auch nein. Ich kann Schlachtenszenen extrem opulent und wuchtig inszenieren, und trotzdem dabei einen Film herstellen, der mit aktuellem Hollywood-Blockbusterkino eigentlich gar nichts zu tun hat. Und das wäre für mich die Erwartungshaltung bei einer jetzigen Odyssey Adaption.
Ja, das kann man. Bei Dunkirk ist ihm das schon mal nicht gelungen.
http://www.vodkasreviews.de


https://www.ofdb.de/autor/reviews/45039/

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

1890
Auf jeden Fall wird Nolan keinen "lyrischen" Film im Sinne der Vorlage machen. Das passt nicht zu ihm und das würde auch kein modernes Massenpublikum goutieren (auf das er immer abzielt). Das kann man ausschließen. Der Trailer sieht auch nicht danach aus. Der ist typisch Nolan. Dunkel, schwer, episch.
http://www.vodkasreviews.de


https://www.ofdb.de/autor/reviews/45039/