Re: Der TV Serien Thread

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acmolan hat geschrieben: 13. Juni 2022 01:51
Martin007 hat geschrieben: 12. Juni 2022 18:49 Eigentlich bin ich bei Serien sehr wählerisch und kann mit den meisten der aktuell angesagten Titel wenig anfangen, das schliesst die ganzen "Star Wars" und Marvel-Serien mit ein.
Bin dann doch überrascht, dass es in den letzten Jahren ein paar Serien gab, die mir gefielen bzw. gefallen (manche habe ich noch nicht komplett gesehen):

The Night Manager
Die Libelle
Tokyo Vice
Mr. Mercedes
Brooklyn Nine-Nine
Fargo
Superstore
Only Murders in the Building
The Rookie

Vielleicht kennt hier ja auch jemand die ein oder andere dieser Serien.
Why women kill, wobei ich da nur S02 gesehen habe, da Anthologie Prinzip. Wäre so ziemlich Stilrichtung Fargo oder auch Burn after Reading
Wo hast du denn die zweite Staffel von "Why Women kill" gesehen? Die muss ich auch unbedingt sehen, schließlich spielt da Lana Parrilla mit. :D
"Verstehen Sie mich nicht falsch es ist nichts persönliches, es ist was rein geschäftliches."

Re: Der TV Serien Thread

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Patrice hat geschrieben: 8. Juni 2022 20:51 Star Wars
Aktuell sehe ich Obi-Wan bei 4/10. Mal schauen, was die andere Hälfte der Staffel noch mit sich bringt.
Bei der Wertung bleibt es. Das Staffelfinale war ganz gut, besonders
Spoiler
der Kampf zwischen Vader und Obi-Wan. Hier fand ich einige Sachen dennoch ungünstig dargestellt. Jeder entdeckt auf einmal, wie viel Macht er wirklich hat. So viel Macht-Getue hat man noch nie in Star Wars gesehen. Alles bisschen drüber. Auch wirft Obi in einer Szene Dutzende Steine auf Vader, der nichtmal ein Kratzer davon trägt. Wenige Szenen später wirft Obi einen Stein auf Vader und dieser liegt atemringend am Boden 😐. Und kurze Zeit nach dem Kampf sitzt Vader in seiner Festung als wäre nie was gewesen.
.
Leider auch in der letzten Szene ein total unnötiger Fanservice… Warum? Da soll nochmal jemand den Bondmachern einen zu starken Fanservice mit dem DB5 unterstellen. Dagegen ist der ja schon nahezu unaufdringlich 😉

Insgesamt eine Staffel, die man sich ohne große Gedanken dabei zu machen mal anschauen kann. Aber definitiv nichts besonderes. Schade drum…

Obi-Wan Kenobi Staffel 1: 4/10
"Was sagtest du, machst du beruflich?"

Re: Der TV Serien Thread

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Kleine Zwischenbemerkung zu Stranger Things 4: Was mir ja so richtig auf die Nüsse geht, sind die Frisuren. Jede einzelne verdammte Person in dieser Serie sieht kacke aus, ob Will mit seinem Topfschnitt (der ohnehin immer mehr dem späten Harry Potter ähnelt), Mike und Jonathan mit ihren undefinierbaren Matten, Joyce und selbst Elf mit unvorteilhaften Ponys, das ist wirklich nicht schön anzusehen. Sogar Robin ist verhunzt, das muss man erstmal hinkriegen. Dazu die Klamotten - come on, so fies waren die 80er auch wieder nicht.

Re: Der TV Serien Thread

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Nein, so schlimm war es nicht, ich war dabei.

Davon abgesehen und auch abgesehen von Winona Ryders hysterischem Overacting (allerdings auch schon in Staffel 3) finde ich die 4. Staffel auch sehr gut. Mir persönlich fast eine Spur zu gruselig. Eine Gänsehaut jagt die andere.

Re: Der TV Serien Thread

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Die 4. Staffel "Stranger Things" hat mich wirklich fasziniert, muss ich zugeben. Weil sie so ganz anders war. Vor allem lang. Viel zu viel. Komplette Überdosis, ich bin übersättigt. Bitte ganz viel Abstand zur nächsten Staffel.

Dass die Serie mal ihr enges Hawkins-Korsett verlässt, gefiel mir gut. Kalifornien, Salt Lake City, die Wüste von Nevada, Alaska, Russland, diesmal kommt man ganz gut rum. Problematisch finde ich, dass die Gruppe von Staffel zu Staffel wächst und inzwischen eine Ensemble-Größe erreicht ist, bei der man offenbar kaum noch weiß, wie man alle sinnvoll beschäftigt. Gerade Mike und Will sind hier überwiegend in Sub-Plots involviert, die ein wenig nach Beschäftigungstherapie riechen. Auch Jonathan fällt in diese Kategorie.

Dass hier endlich mal alles richtig erklärt wird, teilweise in ausufernden Rückblenden, fand ich überraschend. Die Grundkonstellation, dass es da irgendeinen Riss zum Upside-Down gibt, hatte man ja eigentlich so akzeptiert. Wie und warum - das erklärt uns Staffel 4. Natürlich ist die Staffel viel zu lang. Jede Folge um die 75 Minuten, die vorletzte 90, die letzte gar 150 Minuten - aber die Eier muss man ja erstmal haben, wer gönnt sich schon den Luxus, das Finale mal eben in zweieinhalb Stunden zu erzählen? Episch - das trifft es wohl ganz gut. Episch und maßlos und daher einfach toll. Bis auf die Frisuren.

Re: Der TV Serien Thread

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Wenn die fünfte Staffel kommt, darf die Serie bitte wieder in Folgen, statt in Film-Epen erzählt sein. Ansonsten hat mich das Teil nach der guten ersten Staffel nie wieder abgeholt. Zu viele Figuren, zu wenig Entwicklung, viel zu viel unnötiger Nebenkram. Staffel 2 und 3 hätte man locker in Filmform erzählen können, Staffel 4 ist zu 80 Prozent für Algorithmen und nicht für echte lebende Menschen produziert. Anders lässt sich diese nicht endenwollende Abfolge von purer Redundanz kaum erklären oder gar rechtfertigen.
Then out spake brave Horatius, the Captain of the Gate: "To every man upon this earth, death cometh soon or late. And how can man die better than facing fearful odds, for the ashes of his fathers, and the temples of his gods."

― Thomas Babington Macaulay, Lays of Ancient Rome.

Re: Der TV Serien Thread

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Jein. Denn hier werden so unendlich viele gute Geschichten erzählt, wie ST das bisher noch nicht kannte. Und viele ganz wunderbare Charaktere entwickelt, die andere (bekanntere) ablösen und die einem wirklich ans Herz wachsen. Mir hat zum Beispiel der (vermeintliche) Tod einer Figur wirklich die Tränen in die Augen getrieben. Und der tatsächliche Tod einer anderen Figur eigentlich auch. Das ging einem alles schon viel näher als früher. Auch wenn sich dann beispielsweise ein Will, der in den ersten Staffeln wirklich genug zu tun hatte, mal zur Abwechslung ausruhen darf. Die Erzähl-Tiefe ist hier schon eine andere, und das tut der Serie gut, auch wenn nahezu jede einzelne Szene eigentlich auch um die Hälfte gekürzt werden kann, das räume ich ein.

Trägt die ganze Russland-Schiene irgendetwas zur Erzählung bei? Natürlich nicht. Aber es funktioniert hervorragend, Ein kleiner Kosmos für sich mit herrlichen Figuren. Mir bereitet das wirklich Freude.

Re: Der TV Serien Thread

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Die Russland-Szenen habe ich irgendwann gnadenlos vorgespult, so ehrlich muss ich sein, mir war da viel zu viel banales Füll-Material bei. Ein generelles Serienproblem der letzten Jahre. Film-Plots werden krampfhaft in die Länge gezogen, um irgendwie das Serienformat zu rechtfertigen.
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― Thomas Babington Macaulay, Lays of Ancient Rome.

Re: Der TV Serien Thread

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Night Sky mit Sissy Spacek und J.K. Simmons

Sissy Spacek fand ich zuletzt in der großartigen Serie "Bloodline" überzeugend, J.K. Simmons zählt sowieso zu meinen liebsten "alten Säcken", und zusammen spielen sie das Ehepaar Irene und Franklin York, beide dem Tode näher als dem Leben. Die Yorks besitzen ein wunderschönes Haus mit einem riesigen Garten mit einem Schuppen mit einem Keller mit einem Gang mit einer Tür, und regelmäßig gehen beide durch dieses Portal und befinden sich dann in den Sternen. Auf irgendeinem Planeten hinter einem großen Panoramafenster, und so sitzen sie dann da in ihren Sesseln und gucken in den Weltraum. Warum. bleibt offen. Was Rentner halt so machen. Wenn dort nicht eines Tages ein offenbar verletzter junger Mann liegen würde...

Angenehm ruhig erzählt, darstellerisch glänzend, könnte allerdings nach meinem Empfinden mal langsam etwas auf den Punkt kommen - viel Leerlauf in der Mitte, dennoch im Moment eine der eher sehenswerten Serien.

Re: Der TV Serien Thread

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Umbrella Academy 3 - die neue Staffel hat mich schon nach wenigen Minuten wieder eingefangen, das Tanzduell zu "Footloose", einfach göttlich.

Mit Ellen / Elliot Page' Darstellung der Vanya / Viktor fremdel ich ein wenig, muss ich gestehen, das liegt wohl auch an der Entscheidung, dass Page nun von einem Mann synchronisiert wird. Schade. Anne Helms Stimme wäre eigentlich tief genug gewesen, Page' eigene Stimme im Original hat sich ja auch nicht verändert.

Re: Der TV Serien Thread

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Die Art und Weise, wie man die Geschlechtsänderung von Page in der Serie aufgegriffen hat, ist vielleicht zeitgemäß (denn man will ja keinen Shitstorm), aber auch wahnsinnig unrealistisch. Dieses Übermaß an Toleranz, welches die Figur erfährt, ist vom wahren Leben ganz weit entfernt. Wäre sicher schön, wenn es Trans-Menschen so einfach hätten, aber "Umbrella Academy" macht ja wirklich gar kein Thema daraus. Haare ab, Name geändert, fertig ist die Lauge für den Rest der Staffel. Das fand ich schwach, auch wenn ich die Gründe nachvollziehen kann.
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― Thomas Babington Macaulay, Lays of Ancient Rome.