Re: Regie für BOND26+

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Mir geht es im Bezug auf das Thema ähnlich.
Sollte das stimmen, was ihm vorgeworfen wird, wäre das schon ne Hausnummer und bitterböse Ironie. Gerade auch, weil er sich ja so krass über Bond geäußert hat.
Auf der anderen Seite, weiß man halt nie, ob es wirklich stimmt. Keiner von uns war dabei oder hat Beweise.
Etwas merkwürdig finde ich allerdings, dass es mehrere solche Aussagen über ihn gibt und auch noch von unterschiedlichen Personen.
So was stimmt mich dann schon misstrauisch.
Mal ganz davon abgesehen, bin ich eh nicht daran interessiert, dass er nen weiteren Film macht.

Re: Regie für BOND26+

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Das Problem bei dieser Art von Anschuldigungen ist das anhaftende "Geschmäckle". Ob nun schuldig oder unschuldig. Verurteilung oder Freispruch. Sofern sich das überhaupt ermitteln lässt.

Selbst in 20 Jahren wird es heißen: "Das war doch der, der angeblich ..." oder "Hat der nicht mal ..."

Ich stelle mir aber auch die Frage, ob dadurch die künftige Vermarktung von NTTD unter einem schlechten Stern stehen könnte. Es ist oft so gewesen, dass Filme aufgrund derartiger Anschuldigungen boykottiert wurden.

Re: Regie für BOND26+

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Ich sehe da überhaupt kein Problem. Erstens läuft NTTD nicht unter "Fukunaga-Film", sondern unter "Bond-Film". Zweitens: Auch bei SF und SP dürfte die breite Masse kaum eine Ahnung haben bzw. sich kaum dafür interessieren, dass die von Mendes sind, falls sie ihn überhaupt kennen. Und schlussendlich ist die Vermarktung von NTTD schon durch. Er wird nur noch im Gesamtpaket mit den anderen Bondfilmen vermarket werden.
http://www.vodkasreviews.de

https://ssl.ofdb.de/view.php?page=poste ... Kat=Review

Re: Regie für BOND26+

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Ich sehe das weitestgehend ähnlich und würde sagen, dass sich Jahre später ohnehin die wenigsten dafür interessieren, welcher Bond-Film von welchem Regisseur stammt. Ich habe für mich gerade mal das Experiment gemacht, ob ich die verschiedenen Star-Wars-Filme den verschiedenen Regisseuren zuordnen kann und habe da einiges durcheinandergebracht. Irvin Kershner, der ja auch bei NSNA Regie geführt hat, hatte ich gar nicht auf dem Schirm.

Und hat hier im Forum nicht kürzlich sogar mal jemand geschrieben, dass er selbst bestimmte Bond-Filme nicht spontan einem bestimmten Regisseur zuordnen kann?

Wäre der Film erneut COVID-bedingt verschoben worden und der Film würde jetzt starten, sähe das schon anders aus.

Re: Regie für BOND26+

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Ich finde David Mackenzie, der ja angeblich schon mal im Rennen um einen Bondfilm war, wäre vielleicht keine schlechte Wahl. Einerseits hat er mit "Hell or High Water" schon einen von der Kritik gelobten Filme gedreht, andererseits eckt sein Stil nicht zu sehr an. Auch "Outlaw King" soll für Netflix-Verhältnisse recht brauchbar sein und Erfahrung mit Action hat er durch jenen Film auch schon.

Re: Regie für BOND26+

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Henrik hat geschrieben: 22. Mai 2022 07:39 ….
Und hat hier im Forum nicht kürzlich sogar mal jemand geschrieben, dass er selbst bestimmte Bond-Filme nicht spontan einem bestimmten Regisseur zuordnen kann?

☝️Hier, ich. Ab Glen kann, ich davor kenne ich wohl die Namen der Regisseure, aber nicht wer welchen gemacht hat. Das müsste ich raten.
This is the the tale of Robin Hood in reverse

Re: Regie für BOND26+

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Martin007 hat geschrieben: 3. Juli 2022 17:44 Ich finde David Mackenzie, der ja angeblich schon mal im Rennen um einen Bondfilm war, wäre vielleicht keine schlechte Wahl.
Der scheint sich vom Kino verabschiedet zu haben. Keine Ahnung, ob das seine Entscheidung war oder ob er einfach keine Angebote mehr bekommt.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2022

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Regie für BOND26+

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Nachdem der Rolling Stone die Affäre um Fukunaga groß rausgebracht hat, ist das Thema spätestens seit diesem Artikel durch. Der wird nie wieder auf ein Projekt dieser Größe losgelassen, zumindest nicht in absehbarer Zeit. Niemand will riskieren, sich einen solchen Schuh anzuziehen - völlig zu Recht natürlich - vor allem nicht EON. Die kochen wahrscheinlich nur so vor Wut und schämen sich in Grund und Boden nach dem ganzen Bond ins MeToo-Zeitalter-holen-Blabla... Es ist wirklich zum kotzen, denn ich hätte gerne noch einen Fukunaga-Bond gesehen - halte ihn durchaus für fähig. Aus NTTD musste er nunmal machen, was da war.

Re: Regie für BOND26+

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craigistheman hat geschrieben: 4. Juli 2022 00:01 Nachdem der Rolling Stone die Affäre um Fukunaga groß rausgebracht hat, ist das Thema spätestens seit diesem Artikel durch. Der wird nie wieder auf ein Projekt dieser Größe losgelassen, zumindest nicht in absehbarer Zeit.
Dann kann er ja mit Kevin Spacey und Bill Cosby einen Film drehen. :mrgreen:
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2022

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Re: Regie für BOND26+

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Edgar Wright, der ein Fan ist und selbst gesagt hat, dass ihn Bond interessieren würde und dass er sogar eine Story Idee hätte, war auch beim Gala-Dinner der Produzenten. Von dem her würde ich ihn tatsächlich relativ weit oben auf die Liste setzen, sofern es terminlich für ihn passen sollte die nächsten Jahre.
Bond... JamesBond.de

Re: Regie für BOND26+

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Ja, Wright hat ein paar Filme gemacht, die wirklich klasse sind. Seinen "Hot Fuzz" kann man sogar genial nennen. Aber seine letzten beiden Arbeiten taugten nix. "Baby Driver" war eine selbstverliebte Fingerübung ohne Spannung und "Last Night in Soho" ein einziges nichtssagendes Ärgernis. Trotzdem: Meinetwegen kann Wright gerne einen Bond übernehmen, vor allem, weil er eine Rückkehr zu mehr Spaß, Selbstironie und Co. bedeuten würde.
Then out spake brave Horatius, the Captain of the Gate: "To every man upon this earth, death cometh soon or late. And how can man die better than facing fearful odds, for the ashes of his fathers, and the temples of his gods."

― Thomas Babington Macaulay, Lays of Ancient Rome.

Re: Regie für BOND26+

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Casino Hille hat geschrieben: 4. Juli 2022 12:27 Ja, Wright hat ein paar Filme gemacht, die wirklich klasse sind. Seinen "Hot Fuzz" kann man sogar genial nennen. Aber seine letzten beiden Arbeiten taugten nix. "Baby Driver" war eine selbstverliebte Fingerübung ohne Spannung und "Last Night in Soho" ein einziges nichtssagendes Ärgernis. Trotzdem: Meinetwegen kann Wright gerne einen Bond übernehmen, vor allem, weil er eine Rückkehr zu mehr Spaß, Selbstironie und Co. bedeuten würde.
Bingo! Ich denke, du legst den Finger da auf einen nicht zu vernachlässigenden Punkt, denn auch dahin könnte sich das Franchise in Zukunft natürlich durchaus hinbewegen.

Ich halte dieses Szenario sogar für das derzeit realistischste. Selbst bei EON könnte man von großen Melodramen und bedeutungsschwangeren Symboliken allmählig übersättigt sein.
Der Alltag ist schon grau genug, allen voran seit Putins Angriffskrieg auf die Ukraine und unserer Auffassung von Souverenität und Demokratie. Da erscheint das Einschlagen eines eskapistischeren Pfades als Ausgleich zur „Zeitenwende“ nicht so weit hergeholt. Konkrete Anzeichen für diesen Wandel erleben wir ja seit SP, vermehrt jedoch in NTTD, was stark zur tonalen Inhomogenität beider Filme beiträgt.
Zuletzt geändert von craigistheman am 4. Juli 2022 13:12, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Regie für BOND26+

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Erst weitere Sichtungen werden zeigen ob Wright's letzte zwei Spielfilme tatsächlich etwas schwächer sind als gewohnt, oder ob sie noch wachsen. Bis dahin gibt es seinen überragenden Sparks Brothers und aus den ersten fünfzehn Jahren seines Schaffens eine ganze Reihe an Masterpieces. Ob er zu Bond passt bin ich mir nicht mal ganz so sicher, weil ich prinzipiell etwas gegen Regiestar-Besetzungen bin, andererseits gibt es sicher sehr viele verkehrtere Möglichkeiten und eine Idee von Wright kann nur besser sein als einige der letzten Ideen im Hause Eon.
We'll always have Marburg