Wie findet ihr No Time To Die?

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Re: Filmbesprechung: "No Time To Die (NTTD)"

1681
danielcc hat geschrieben: 15. Januar 2022 20:23
Casino Hille hat geschrieben: 15. Januar 2022 19:27
danielcc hat geschrieben: 15. Januar 2022 19:10 Hatte ich schon mal gefragt ob du zufällig NTTD in Düsseldorf im Kino geschaut hast?
Meinst du mich? Oder wen wolltest du fragen?
Nein, ich meinte den Polarstern
Oh sorry, ich hatte mich gar nicht angesprochen gefühlt. Nein, der Polarstern war noch nie in einem Düsseldorfer Kino :wink:

LG Stella

Re: Filmbesprechung: "No Time To Die (NTTD)"

1682
Die Polarstern befindet sich zZ in der Antarktis ... ;-)


Danke an: StellaPolaris, danielcc, DonRedhorse, GoldenProjectile, Casino Hille, Revoked,


„Hätte man in der echten Welt wissen können, dass man irgendwann mal mit der Tochter seines Feindes eine Beziehung führen wird? Die Welt ist eben klein und manchmal passieren verrückte Dinge.“

Absolut stimmig.

Allerdings passieren im Leben nicht binnen weniger Tage so viele Ereignisse:

- Man lernt Tochter kennen
- Das Grab der Ex explodiert
- Man lernt die neue Kollegin (007) kennen
- Freund (Leiter) stirbt
- Man wird infiziert
- Halbbruder stirbt
- Selbst stirbt man auch noch


Das wirkt alles eben sehr gezwungen um nicht zu sagen überladen.

Re: Filmbesprechung: "No Time To Die (NTTD)"

1683
Saunders hat geschrieben: 15. Januar 2022 20:43 ….
Das wirkt alles eben sehr gezwungen um nicht zu sagen überladen.
Der Einwand ist durchaus berechtigt. Aber das ist ja das klassische EON Problem, dass nur von Film zu Film gedacht wird. Und da das hier dann wirklich wirklich wirklich DCs letzter Film werden sollte (ist), hat man eben noch alles an Ideen reingepackt, um das Erlebnis so persönlich wie möglich zu machen.
This is the the tale of Robin Hood in reverse

Re: Filmbesprechung: "No Time To Die (NTTD)"

1684
Saunders hat geschrieben: 15. Januar 2022 20:43

Allerdings passieren im Leben nicht binnen weniger Tage so viele Ereignisse:

- Man lernt Tochter kennen
- Das Grab der Ex explodiert
- Man lernt die neue Kollegin (007) kennen
- Freund (Leiter) stirbt
- Man wird infiziert
- Halbbruder stirbt
- Selbst stirbt man auch noch
Das wirkt alles eben sehr gezwungen um nicht zu sagen überladen.
Stimm ich dir 100%ig zu!

Nur passiert das nicht innerhalb weniger Tage, sondern liegen einige der Ereignisse fünf Jahre zurück ;)

Und andere wiederum kann man gut zusammenfassen und eine gewisse Kausalität zusprechen. (Infiziert -> Sterben war unausweichlich)

Im Prinzip bauen nahezu alle Ereignisse auf den vorherigen auf und ich erkenne hier keine Unstimmigkeiten was den Zufall dieser Geschehnisse angeht. Wären all diese verrückten Dinge im Abstand von mehreren Monaten ohne erkennbaren Zusammenhang passiert hätte ich das noch merkwürdiger gefunden. So kommt eben eins zum anderen...

Gezwungen und überladen?
Für das Leben eines "Nicht-Agenten", definitiv.
Für das Leben von Bond? Passt doch!

Außerdem kann man diese Kritik auch auf andere Filme übertragen wenn man will. Wer sucht, der findet ;)

Re: Filmbesprechung: "No Time To Die (NTTD)"

1685
Revoked hat geschrieben: 15. Januar 2022 21:48
Saunders hat geschrieben: 15. Januar 2022 20:43 ….
Das wirkt alles eben sehr gezwungen um nicht zu sagen überladen.
Aber das ist ja das klassische EON Problem, dass nur von Film zu Film gedacht wird. Und da das hier dann wirklich wirklich wirklich DCs letzter Film werden sollte (ist), hat man eben noch alles an Ideen reingepackt, um das Erlebnis so persönlich wie möglich zu machen.
ja, das ist wohl eines, wenn nicht das Hauptproblem der Craig-Reihe. Da kann der talentierte Mr. Craig auch gar nichts dafür (wobei, wenn man bedenkt, wie viel Mitspracherecht er hat(te), vielleicht doch!), das geht vor allem auf die Kappe von EON und der Autoren. Das funktioniert eben prima, wenn man eigenständige Filme erzählt, aber über mehrere Filme hinweg braucht man dann schon so etwas wie ein Konzept.

Fukunaga hat da mit NTTD seine Sache noch sehr gut gemacht und auf viele Details geachtet - im Gegensatz zu Mendes & Co. in SPECTRE (hätte Fukunaga auch besser SP gemacht...). Man hat sich eben erst für SP (wegen Einführung der Organisation Spectre) entschieden, dass man doch zusammenhängende Geschichten erzählt und hat begonnen, Verbindungen zu erfinden, die vorher nicht da waren. Man hätte Quantum Vs. Spectre jedenfalls viel besser und interessanter lösen können, wenn man das unbedingt so wollte. So ist es einfach nur öde. Und das alles, nur damit dann der kleine Safin daherkommt und das übermächtige Spectre einfach auslöscht, vom armen Blofeld ganz zu schweigen.
Bond... JamesBond.de

Re: Filmbesprechung: "No Time To Die (NTTD)"

1686
Saunders hat geschrieben: 15. Januar 2022 20:43
Die Polarstern befindet sich zZ in der Antarktis ... ;-)
Zu beneiden :wink: Da wäre ich auch sehr gerne mal.
Saunders hat geschrieben: 15. Januar 2022 20:43
Das wirkt alles eben sehr gezwungen um nicht zu sagen überladen.
Das ist auch mein Problem, das ich mit dem Film habe.... man wollte viel zu viel, zu viele lose Enden und tiefgründige Themen, die alle mit rein gestopft und irgendwie abgehandelt wurden. Damit konnte man (meine Einschätzung) keinem davon richtig gerecht werden. Das fand ich schade, denn so wurden Potential und Tiefe verschenkt. Und ich mochte nicht, wie das Ende hochgetrieben wurde.

Re: Filmbesprechung: "No Time To Die (NTTD)"

1687
StellaPolaris hat geschrieben: 16. Januar 2022 09:50
Saunders hat geschrieben: 15. Januar 2022 20:43
Die Polarstern befindet sich zZ in der Antarktis ... ;-)
Zu beneiden :wink: Da wäre ich auch sehr gerne mal.
Saunders hat geschrieben: 15. Januar 2022 20:43
Das wirkt alles eben sehr gezwungen um nicht zu sagen überladen.
Das ist auch mein Problem, das ich mit dem Film habe.... man wollte viel zu viel, zu viele lose Enden und tiefgründige Themen, die alle mit rein gestopft und irgendwie abgehandelt wurden. Damit konnte man (meine Einschätzung) keinem davon richtig gerecht werden. Das fand ich schade, denn so wurden Potential und Tiefe verschenkt. Und ich mochte nicht, wie das Ende hochgetrieben wurde.
Das stimmt, aber in diese Sackgasse haben sich die Autoren/Produzenten selbst manövriert.
Und da es der letzte Film mit DC werden würde, habe ich auch erwartet, dass bitteschön alle Fäden (Beziehung/Leben mit Madeleine, der gefangene Blofeld, das enttarnte Spectre und dessen Zusammenhänge mit allem,...) sauber aufgelöst werden. Dass wir den eben mühsam herbeigezauberten Blofeld und Spectre innerhalb von 5 Minuten abmurksen war nicht was ich als sauberes Ende erwartet hätte. :(

Re: Filmbesprechung: "No Time To Die (NTTD)"

1688
Saunders hat geschrieben: 15. Januar 2022 20:43 Allerdings passieren im Leben nicht binnen weniger Tage so viele Ereignisse:

- Man lernt Tochter kennen
- Das Grab der Ex explodiert
- Man lernt die neue Kollegin (007) kennen
- Freund (Leiter) stirbt
- Man wird infiziert
- Halbbruder stirbt
- Selbst stirbt man auch noch


Das wirkt alles eben sehr gezwungen um nicht zu sagen überladen.
Für mich überhaupt nicht. Nüchtern betrachtet sind das mindestens zur Hälfte Dinge die nun mal in einem (Bond)film passieren.
- Grab explodiert: Mindestens ein Attentat auf Bond gibt es in jedem Film; hier ist es zumindest noch direkt verknüpft mit allen Fäden (Blofeld, Madeleine,..)

- Neue Kollegin: Kommt in nahezu jedem Film vor; entweder als lokaler Konkakt oder andere Agentin; hier immerhin mit extra "Würze" da sie nun mal auch seine Nachfolgerin ist

- Freund stirb: "Irgendwer stirbt immer"; hier immerhin Leiter und sein Tod hat noch eine gewisse Bedeutung für Bond (im Hinblick auf ihr Gespräch über das Leben)

- Der Rest ist nun mal wesentlicher Teil der Handlung: Madeleine, die Tochter, Bonds Leben und Tod
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Filmbesprechung: "No Time To Die (NTTD)"

1689
Fleming: Die von mir aufgeführten Ereignisse finden allesamt nach den verstrichenen 5 Jahren statt.

Da waren die Produzenten stets bemüht Bond, Blofeld und Leiter über Jahrzehnte am Leben zu lassen - sogar die Haiattacke in LTK hat Leiter überlebt - und dann sterben gleich alle binnen von Tagen. Oder zumindest innerhalb eines einzigen Films. Weniger ist meistens mehr.

Letztlich wollte ich nur darauf hinaus, dass sich aufgrund der Überfrachtung an Ereignissen sich Bond um Lichtjahre von einem Film mit Arthouse-Charakter im Sinne von "Als die Apfelbäume Datteln trugen" ;-) entfernt.

Und das ist auch gut so.

Re: Filmbesprechung: "No Time To Die (NTTD)"

1690
Ob das nun so realistisch ist, dass das alles an wenigen Tagen passiert, sei mal dahingestellt. Ich finde dennoch, man hat etwas viele Tabus gebrochen.

- Felix stirbt
- Blofeld stirbt. Damit hat man schon zwei Dauerrollen getötet.
- Tochter. Noch so etwas, was früher wohl undenkbar gewesen wäre.
- neue 007

Durch diese ganzen eher ungewöhnlichen Ereignisse war das Ende auch keine große Überraschung mehr für mich. Felix' Tod fand ich übrigens deutlich schockierender als den von Bond.

Vespers Grab explodiert aber schon fünf Jahre vor dem Rest des Filmes, bzw. dem Einbruch im MI6-Labor.

Re: Filmbesprechung: "No Time To Die (NTTD)"

1691
"Vespers Grab explodiert aber schon fünf Jahre vor dem Rest des Filmes, bzw. dem Einbruch im MI6-Labor"

Das ist natürlich korrekt. Sorry.

Einem Kumpel von mir ist noch aufgefallen, dass Bond Jahrzehntelang nicht von einer Kugel getroffen wurde. Ein glatter Durchschuss wäre mal was gewesen. Lediglich in TB gab es einen Streifschuss (Junkanoo) und in SF der Schuss gegen seine Schulter (Bagger).
In NTTD wird er dann gleich 2 X angeschossen. Auch das ist zuviel des "Guten".

Das mit den "NoGo's" fing schon in GE an. M ist eine Frau. Das war jedoch die einzige wohldosierte Neuerung. Und Judi Dench war genial.

DAD. Ein Auto wird unsichtbar. Ich habe Bond's Gadgets immer so interpretiert, dass diese technisch zumindest in ferner Zukunft möglich sein könnten. Materie verschwinden zu lassen halte ich für Schwachsinn.

CR: Erstmalig (bis heute) landet Bond am Schluss nicht mit einer Frau im Bett. Von OHMSS mal abgesehen. Meinetwegen auch eine gute moderne Entscheidung.

SF: M stirbt. Ist Okay und realistisch. Aber schade.

SP: Blofeld ist Bonds Halbbruder. Was für ein Schmarrn und völlig unwichtig für die weitere Dramaturgie. Lediglich kann man sich jetzt dutzen. Die Renaissance von Spectre und Blofeld war an sich eine geniale Idee. Leider verschenkt.

NTTD: Ohne Worte

Re: Filmbesprechung: "No Time To Die (NTTD)"

1692
Saunders hat geschrieben: 16. Januar 2022 18:48 DAD. Ein Auto wird unsichtbar. Ich habe Bond's Gadgets immer so interpretiert, dass diese technisch zumindest in ferner Zukunft möglich sein könnten. Materie verschwinden zu lassen halte ich für Schwachsinn.
Das habe ich früher auch so interpretiert, stimmt aber nicht. Das Bild wird von winzigen Kameras aufgenommen und auf die gegenüberliegende Seite projiziert. Ob das nun unbedingt viel realistischer ist, sei mal dahingestellt.

Re: Filmbesprechung: "No Time To Die (NTTD)"

1693
Saunders hat geschrieben: 16. Januar 2022 18:48
SP: Blofeld ist Bonds Halbbruder.
….
Nein, nein, nein. Er war nie sein Halbbruder. Oberhausers Vater hat Bond unter seine Fittiche genommen, nachdem seine Eltern tot waren. Franzl war eifersüchtig und hat seinen Vater in einem Lawinenunglück getötet und dabei seinen eigenen Tod inszeniert.
Blofeld sagt glaube ich hier und da mal „wie Brüder“. Daher diese Fehlinterpretation.
Auch über die Länge der gemeinsamen Zeit gibt es keine Angaben im Film.
This is the the tale of Robin Hood in reverse

Re: Filmbesprechung: "No Time To Die (NTTD)"

1694
Thanx für die Hinweise.

Das Auto konnte natürlich nicht verschwinden. Es wurde lediglich unsichtbar, aber in Perfektion. So etwas geht nicht.

Ja, Halbbruder ist quatsch. Vielleicht ist Stiefbruder oder Adopivbruder korrekt. Blofelds leiblicher Vater ist gleichzeitig Bonds Ziehvater.
Zumindest haben Blofeld und Bond in Jugendtagen gemeinsam Weihnachten gefeiert. Wie das wohl Cubby gefallen hätte ?

Re: Filmbesprechung: "No Time To Die (NTTD)"

1695
Das mit dem "Du" ist wohl einfach der Deutschen Synchronisation geschuldet. Das Problem dürfte man nicht haben, wenn man den Film im Original schaut ;)

Und bitte nicht mit dem Argument aufschlagen, dass er ihn "James" nennt. Das haben vorher auch schon andere Antagonisten gemacht und kann durchaus als Provokation zu verstehen sein. Zumal Bond sich anscheinend kaum an die Zeit mit Blofeld erinnern kann und die ganze Geschichte den guten Ernst wohl deutlich mehr emotional mitgenommen hat als Bond. Daher vermutlich die Dramatik und Überinszenierung auch von Seiten Blofelds. Bond macht da hingegen keine große Sache draus. Es ist ein weiterer Gegner für ihn. Nur eben einer, der ihm viel genommen hat.