Alle die SKYFALL bereits gesehen haben: Eure Bewertung?

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Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

1922
Casino Hille hat geschrieben: 4. Dezember 2021 20:49 Beim Spectre Treffen sind nur die Spectre Leute. Auf Jamaika laufen nicht mehr oder weniger Menschen rum als in Tangier in SP oder im Casino in SF.
Ich glaube du bist der einzige hier, der NTTD nur einmal gesehen hat. Und dann noch für lau und spät Abends. Da kann ich verstehen, dass man nicht so genau hinschaut. Da spielt dir die Erinnerung einen Streich.
„When I was beaten up, suddenly I liked the idea of being alive.“ - James Bond

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

1924
Also die Leere in SP sehe ich auch nicht. Mit Mexiko hat er eine regelrechte Massenszene gleich zu Beginn. In Macao sehen wir ein Luxuscasino für ausgesuchte Gäste. Silvas Insel ist verlassen. In beiden Fällen wären viele Menschen also eher merkwürdig.

SF beginnt mit Istanbul und das wirkt auf mich gar nicht leer. Rom ok, aber der Palazzo liegt abgelegen und das SP-Treffen ebenfalls. Die Autofahrt durch Rom ist sehr spät nachts bzw ganz früh.

Ich habe NTTD 5 Mal gesehen und sehe da keine deutlichere Überbevölkerung.
http://www.vodkasreviews.de

https://ssl.ofdb.de/view.php?page=poste ... Kat=Review

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

1926
Revoked hat geschrieben: 4. Dezember 2021 21:31 Ich glaube du bist der einzige hier, der NTTD nur einmal gesehen hat.
Ist er nicht.

In NTTD leben vor allem noch die Szenen mit Leiter und Logan im Club, in Santiago sind es glaube ich wirklich nur Spectre-Leute. Bei Tanger in SP habe ich jetzt nur eine ganz kurze Szene in einer Gasse im Kopf, auf dem Weg zum Hotel.

QoS ist da wesentlich lebendiger als die drei letzten Filme ausser die Clubszene auf Jamaika. Port-au-Prince, Palio, Party in La Paz, die Lobby bei Tosca. Da geht es mir auch weniger um Menschenmassen an sich, sondern auch darum wie es gefilmt ist, wie und welche Leute zu sehen sind. Die Gästegruppen z.B. im Macau-Casino bewegen sich doch eher schemenhaft im Hintergrund, da wirkt zum Beispiel eben Port-au-Prince viel lebendiger und irgendwie auch realer.

Mir ist das mal auf der englischen Wiki-Seite zu SF aufgefallen, wie abrupt die Besetzungsliste nach Helen McCrory endet. Ich glaube in Bezug auf Sprechrollen dürfte das klar der "kleinste" Bondfilm sein. Es gibt bei Mendes und zumindest teilweise bei Fukunaga glaube ich auch keine Rezeptionistinnen in Hotels, bei denen Bond eincheckt, keine Experten oder Minister in M's Büro, keine Leute in der Q-Abteilung die für einen visuellen Gag herhalten, grössere Menschengruppen bleiben tendenziell eher schemenhaft und hintergründig, und manchmal wird für eine Actionszene auch mal Rom oder London entvölkert. Insgesamt fühlen sich die Filme schon etwas leerer an als viele andere Serienbeiträge.
We'll always have Marburg

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

1927
Im empfinde - ganz neutral - QOS als sehr viel hektischer als die letzten drei Filme, aber deshalb nicht zwingend als lebendiger.

Wahr ist, dass Mendes mit seinen Beiträgen einen barocken Stil pflegt, der teilweise etwas Muffiges hat. Wie ein altes Ölgemäde, das man sich passenderweise ja auch in SP ansieht. Vielleicht meinst du das. Diese vielen irgendwie nebligen Szenen (in SP vor allem Rom, aber auch Altusee, Tanger, immZug und am Ende in London) sowie das Aussuchen abgelegenerer Orte und sehr später Tages- bzw Nachtzeiten. NTDD sieht da frischer und unmittelbarer aus.
http://www.vodkasreviews.de

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Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

1929
GoldenProjectile hat geschrieben: 5. Dezember 2021 02:19
Revoked hat geschrieben: 4. Dezember 2021 21:31 Ich glaube du bist der einzige hier, der NTTD nur einmal gesehen hat.
Ist er nicht.

In NTTD leben vor allem noch die Szenen mit Leiter und Logan im Club, in Santiago sind es glaube ich wirklich nur Spectre-Leute. ….
Das MI6 HQ ist voll wie ein Hühnerstall. Die Aussprache zwischen Bond und M an der Themse ist voller Menschen. Vor dem Spectre Meeting sind die Straßen von Santiago auch (brechend) voll.
„When I was beaten up, suddenly I liked the idea of being alive.“ - James Bond

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

1930
Als Beispiel sei hier nur das wie ausgestorben wirkende Rom in SP genannt. Und ja, in Tanger sieht man in einer oder zwei Einstellungen - eher beiläufig - ein paar Menschen rumlaufen. Aber das wars dann auch wieder. Tanger ist eine pulsierende Stadt voller Menschen und wirkt ebenfalls fast wie ausgestorben. Keine Gäste im Hotel, keine Interaktion mit irgendwelchen Menschen, das schon erwähnte Ausbleiben von Beschwerden anderer Hotelgäste nachdem Bond mitten in der Nacht das Hotelzimmer zerlegt. Im Ice Cube sieht man ein paar Leute aber diese wirken immer teilnahmslos, wie eine seelenlose Staffage... das wirkt alles ziemlich öde und ist vielleicht auch so gewollt. Ich will das auch gar nicht werten, ich spreche nur aus wie das auf mich (und offensichtlich auch auf andere) bei der Erstsichtung wirkte.
In TLD atmet man das Flair von Tanger richtig ein, in SP wirkt es nur wie ein starres Landschaftsgemälde. Im Zug sitzen ein paar Menschen rum, ebenso teilnahmslos und nichtig wie in Tanger. Man muss nur mal die Szenen in Tanger in TLD mit denen in SP vergleichen, dann wird der Unterschied wohl deutlich. Szenen wie das erwähnte Treffen mit M an der Themse in NTTD findet man hier vergeblich.
Und das Beispiel Istanbul in SF: Genau auf diese Widersrüche wurde auch bereits hingewiesen, dass es sich in den Pretitles genau andersherum verhält. Rom wirkt menschenleer und verlassen, ebenso das L'American wie auch der Zug, wie auch London. Und wenn es nur der aus den Roger Moore Filmen bekannte Mime ist, der immer mal wieder mit einem Glas in der Hand fassungslos die Szenerie betrachtet.
Casino Hille hat geschrieben: 5. Dezember 2021 02:05 Die einzige Szene, bei der es merkwürdig ist, ist der Kampf im Zug in SP, weil da von einer Sekunde auf die nächste die Passagiere einfach verschwinden. :lol:
Genau das! Die müssten eigentlich kreischend durch den Zug rennen, das Zugpersonal müsste angerannt kommen. Aber nichts dergleichen: Der Zug wirkt völlig ausgestorben. Und sollte der Grund der sein, dass alle in ihr Abteil flüchten, dann hätte man das auch ganz kurz zeigen können. Und schon würde alles viel lebendiger wirken.
Revoked hat geschrieben: 5. Dezember 2021 10:22 Das MI6 HQ ist voll wie ein Hühnerstall. Die Aussprache zwischen Bond und M an der Themse ist voller Menschen. Vor dem Spectre Meeting sind die Straßen von Santiago auch (brechend) voll.
Ganz genau. Man muss nur mal die Stürmung des Gebäudes in NTTD gleich nach den Pretiltes mit denen in Shanghai in SF vergleichen. Shanghai scheint nur aus einer handvoll Leuten zu bestehen, Patrice, Bond und die paar im gegenüberliegenden Gebäude. Es ist gekonnt inszeniert, könnte aber genauso auf einer Theaterbühne spielen. Wenn ein Bondfilm in solch einer Metropole spielt, erwartet man eben auch, dass man das Flair der Location einatmet. Und in SP und SF ist das zwar alles mit beeindruckenden Kameraeinstellungen in Szene gesetzt aber es fehlt die Seele. Oder nehmen wir das Casino in Macau: Klar, da laufen Leute rum aber was fehlt sind Dialoge am Casinotisch, wie, "Rien ne va plus", "Changé, s'il vous plaît". Dann fühle ich mich mittendrin, statt nur dabei.
Es sind einfach solche Kleinigkeiten, die die Szenerie mit Leben erfüllen. Oder nehmen wir nur so einen belangslosen Kommentar einer anwesenden Person wie in OHMSS: "Mit meiner Cousine war es letztes Jahr ganz ähnlich..." Auch das fehlt einfach in den Szenen in Macau (trotzdem mag ich die Atmosphäre und finde es trotzdem großartig gefilmt).
Äh... Hurra!?! Oder doch nicht? Schwierig, schwierig...

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

1931
Stylisch ist die Shanghai Szene ja, aber sie hätte deutlich atmosphärischer inszeniert werden können (müssen). Als Kulisse dient eine Großstadt. Wir lassen die Protagonisten auf einen Wolkenkratzer hochfahren und da oben kommt keinerlei Gefühl von Höhe auf….
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Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

1932
Revoked hat geschrieben: 5. Dezember 2021 14:52 Wir lassen die Protagonisten auf einen Wolkenkratzer hochfahren und da oben kommt keinerlei Gefühl von Höhe auf….
Ist das für dich so? Nicht mal, wenn Bond am Fahrstuhl in schwindelerregender Höhe hängt oder wenn er Patrice aus dem Fenster wirft und die Kamera über den Rand in den Abgrund blickt? Ich finde, wenn ich Mendes einen Vorwurf nicht machen kann, dann den. Zumal das locker die beste Actionszene in SF ist. Der Silhouettenkampf mag einen an "Kill Bill: Vol. 1" erinnern, wunderbar umgesetzt ist er dennoch.
Agent 1770 hat geschrieben: 5. Dezember 2021 12:00 Als Beispiel sei hier nur das wie ausgestorben wirkende Rom in SP genannt.
Sorry, wenn ich jetzt wieder dagegen stehe, ich kann's leider nicht ändern ( :) ), aber: In SP mag Rom verhältnismäßig leer wirken (allerdings sehen zumindest Hamburg und Berlin um 3:00 Uhr nachts kaum anders aus), immerhin wird jedoch ein Passant mit seinem Auto direkt in die Actionszene verwickelt – in typischer Bond-Manier. Sowas findest du in Matera in NTTD nicht. Da fahren vielleicht 2-3 Autos mehr auf den Straßen und da wir Tag statt Nacht haben sieht man auch ein paar Leute rumrennen, den ganz großen Unterschied sehe ich da aber ehrlich gesagt nicht.

Auch beim Rest kann ich nicht so groß mitgehen. Ja, in NTTD stehen Bond und M an der Themse und im Hintergrund laufen Leute rum. Aber solche Szenen finde ich bei Mendes auch andauernd. In der Action ist dafür immer nur beengtes Personal unterwegs. In Matera wird quasi niemand Unbeteiligtes involviert, auf Kuba scheinen nur Spectre-Agenten zu leben, im Wald und in Safins Lair ist logischerweise auch nur spezieller Betrieb. Dagegen hat alleine SF schon mal nach der PTS noch die Schießerei im Gerichtssaal, die Verfolgung durch die U-Bahn, die Action im vollen Casino etc. zu bieten. Außerdem gibt es da eine Q-Branch voll mit Mitarbeitern, während in NTTD nur Bond, Tanner, Moneypenny und Q dort unten sind oder sich gleich in Qs Wohnung treffen.
Agent 1770 hat geschrieben: 5. Dezember 2021 12:00 Der Zug wirkt völlig ausgestorben. Und sollte der Grund der sein, dass alle in ihr Abteil flüchten, dann hätte man das auch ganz kurz zeigen können. Und schon würde alles viel lebendiger wirken.
Aber da sind SF, SP und NTTD für mich ebenfalls allesamt Verwandte im Geiste, hinsichtlich dessen, dass sie das dramatische Potenzial solcher Situationen nicht über das etablierte Figurenkarussell hinausdenken. In SF zerstört Bond einen ganzen Zugwaggon bei voller Fahrt, aber es scheint den Zugfahrer kaum zu kümmern. Später fährt er mit M ganz allein in die schottische Pampa, als gäbe es kein anderes MI6-Personal, welches helfen könnte. In der PTS von SP fliegt ein ganzes Gebäude während des Tag der Toten Festivals in die Luft und stürzt auf ein anderes, aber 50 Meter weiter läuft die Parade einfach weiter, als hätte niemand die große Explosion gehört. In Österreich kracht Bond mit einem Flugzeug durch eine Holzhütte in einem Alpendorf, welches eine Geisterstadt zu sein scheint. Im Hotel in Tangier und im Zug verschwinden plötzlich Leute, bzw. scheint es dort keine zu geben. In NTTD lerne ich, dass es auf Kuba scheinbar gar keine Polizisten gibt, sondern jeder mehrere Stunden lang auf offener Straße herumballern kann, wie er fröhlich ist.

Vergleicht das mal mit QOS: Alleine bei der Bootsjagd fährt Bond mit seinem Motorrad über mehrere Boote einheimischer Fischer, in der PTS sind durchgängig andere Fahrzeuge involviert, in Siena verschärft sich die Situation, als eine Massenpanik ausbricht etc. QOS ist da mindestens drei Klassen über seinen drei Nachfolgefilmen, und nutzt das dramaturigsche Potenzial der Einbindung Unbeteiligter vollkommen aus, wann immer es geht.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

1933
Agent 1770 hat geschrieben: 4. Dezember 2021 10:38 Was mich diesbezüglich in SP immer königlich amüsiert: Mitten in der Nacht zertrümmert Bond eine Wand im Hotelzimmer, davor randaliert er ebenfalls schon rum, aber es gibt keinerlei Beschwerden wegen Ruhestörung oder sonsteine Reaktion. Klasse :lol:

Er randaliert im Zug mit Hinx, Einrichtungsgegenstände gehen zu Bruch aber die Fahrt geht ganz normal ohne Unterbrechung weiter. Niemand nimmt Bond in Gewahrsam, stattdessen kann sich dieser anschließend mit Madi vergnügen, ohne dass irgendwann das Zugpersonal an der Tür klopft und Bond zur Rede stellt.
Ist das nicht in anderen Filmen genauso?
In LALD und TSWLM sind die Kämpfe mit Tee-Hee und dem Beißer im Zug auch nicht gerade leise und auch da kommt keiner angerannt.
Zudem weiß man doch gar nicht, wieviel Zeit zwischen dem Kampf und dem Vergnügen vergeht. ;-)

In SP wurde die Basis von Blofeld von niemandem entdeckt (kein Satellit hatte sie auf dem Schirm).
Das ist schon eine andere Hausnummer für mich.
Aber das ist Bond und für mich vollkommen okay.
"Everybody needs a hobby.” -- “What’s yours?” -- “Resurrection."

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

1935
Ja, aber der Kampf findet im Doppelabteil von Bond statt. Der Kampf dauert 3-4 Minuten, so lange hört sich das ein vermeintlicher Nachbar vielleicht an, bevor er einschreitet. Vielleicht war das Nachbarabteil auch leer, vielleicht der Gast im Restaurant. Nein, das passt in FRWL für mich absolut. In SP ist es der Speisewagen, das ist schon ein großer Unterschied. Da ist die Leere schon irgendwie ein Fehler, das passt nicht. Dafür hat man mit der PTS so ziemlich die am meisten bevölkerte Szene der ganzen Bondserie hingelegt.

Generell sieht man es aber häufiger in Filmen, dass eine Location leerer wirkt, als man es in der Realität annehmen würde. Schlicht weil es billiger und leichter zu drehen ist. Oft werden Straßenzüge abgesperrt und man dreht 3-4 Uhr nachts. Und ist es ein Studiogelände spart man sich einfach ein paar Statisten.
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