Filmbesprechung: TB

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Re: Filmbesprechung: "Thunderball (TB)"

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Henrik hat geschrieben: 27. Oktober 2021 17:16
Tscheims.Hond hat geschrieben: 27. Oktober 2021 13:07 Und die Szene wo Bond Patricia mehr oder weniger zum Sex nötigt damit sie nicht ihren Job verliert finde ich auch furchtbar.
Damit bist du ganz auf einer Linie mit Fukunaga. Aber was will man von den alten Vergewaltiger-Filmen auch anderes erwarten :lol:
Das wird dann wohl das einzige sein wo ich und der Fukunaga uns einig sind.. :lol:
Did you ever expect me to die? No Mr. Bond, but some assholes must have thought it was a good idea..

Re: Filmbesprechung: "Thunderball (TB)"

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vodkamartini hat geschrieben: 27. Oktober 2021 20:27 Der Widerstand wirkt mehr gespielt, außerdem wird Bond später von Viona "vergewaltigt". Beide Szenen haben mich nie gestört. Das ist klassisches Bond-Material.
Auch wenn die Patricia Szenen die Qualität TBs in meinen Augen absolut nicht schmälern, frage ich mich dennoch wo du eine "Vergewaltigung" Bonds durch Fiona beobachtet hast?

Natürlich steht das Ganze in Anführungszeichen, für mich ist da aber nichts Dergleichen erkennbar.
Ein Paradebeispiel für Gleichberechtigung und das in einem Conneryfilm der 60er Jahre.

Re: Filmbesprechung: "Thunderball (TB)"

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Patricia wird doch nicht zum Sex genötigt. Ihr "No" sagt sie mit breitem Grinsen und zieht Bond dabei halb hinter sich her. :lol: Die Szene entspricht wie beinahe alle Szenen dieser Art in den frühen Bonds der ultimativen Männerfantasie, nach der keine Frau diesem Kerl widerstehen kann. Muss man nicht mögen, aber auch nicht als etwas bezeichnen, was es nicht ist.

TB hat zudem mit Fiona eine rücksichtslose Egomanin an Bord, die ihren Sex gegen andere Männer einsetzt und mit Domino eine starke junge Frau, die sich aus einem Abhängigkeitsverhältnis befreit und ihren Peiniger ermordet - und dabei dem männlichen Helden das Leben rettet.

Fukunagas Bondfilm kann nur davon träumen, annähernd so progressive, starke Frauenfiguren zu präsentieren.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Filmbesprechung: "Thunderball (TB)"

1072
Jeder kann die Szenen so interpretieren wie er mag. Er küsst sie ja schon vorher, und da ist es auf jeden Fall so gespielt als wollte sie das nicht. Und danach als sie sagt er solle bitte nichts verraten sie könne ihren Job verlieren sagt er sein Schweigen hat aber einen Preis - Sex. Ich hab da eben so meine Grenzen. Und wo Bond in NTTD die eine Grenze überschreitet mit seinem elenden gejammer, da überschreitet er hier die andere. Find beides zu viel des Guten.

Casino Hille hat geschrieben: 28. Oktober 2021 01:31 Fukunagas Bondfilm kann nur davon träumen, annähernd so progressive, starke Frauenfiguren zu präsentieren.
Vor allem hat Fukunaga sich da ein gewaltiges Eigentor geschossen. Wo Fiona & Domino über 50 Jahre früher schon starke interresante Frauen waren (Domino wie erwähnt sogar am Ende Bond das Leben retten und den Bösewicht killen darf) sind Nomi und Madeleine eher das Gegenteil. Die Eine versucht Taff zu wirken, hat aber nur fürchterliche Angst um ihren Stellenwert (welche Nummer?) und bringt nix für die Story. Die andere verfällt Bond nach 5 Jahren sofort wieder obwohl er das größte Arschloch war das man sich vorstellen kann. Einzig Paloma funktioniert, und die ist ja für fast alle der heimliche Star von NTTD.
Did you ever expect me to die? No Mr. Bond, but some assholes must have thought it was a good idea..

Re: Filmbesprechung: "Thunderball (TB)"

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Casino Hille hat geschrieben: 28. Oktober 2021 01:31 Patricia wird doch nicht zum Sex genötigt. Ihr "No" sagt sie mit breitem Grinsen und zieht Bond dabei halb hinter sich her. :lol: Die Szene entspricht wie beinahe alle Szenen dieser Art in den frühen Bonds der ultimativen Männerfantasie, nach der keine Frau diesem Kerl widerstehen kann. Muss man nicht mögen, aber auch nicht als etwas bezeichnen, was es nicht ist.

TB hat zudem mit Fiona eine rücksichtslose Egomanin an Bord, die ihren Sex gegen andere Männer einsetzt und mit Domino eine starke junge Frau, die sich aus einem Abhängigkeitsverhältnis befreit und ihren Peiniger ermordet - und dabei dem männlichen Helden das Leben rettet.

Fukunagas Bondfilm kann nur davon träumen, annähernd so progressive, starke Frauenfiguren zu präsentieren.
Das kann man nur zu 100% unterschreiben.
Wie schon oft gesagt, ist Nomi einfach nur peinlich geschrieben. Ihre Rolle geht fast ins lächerliche - wenn sie nicht so traurig wäre.

Fiona Volpe hingegen ist sexy und dennoch selbstbewusst und stets eine Gefahr für Bond. Ihre gesamte Persönlichkeit und Ausstrahlung wirkt auch im Jahre 2021 selbstbewusste und feministisch stärker als zB. die Rolle Nomis.

Heutzutage scheint die Meinung zu kursieren, man müsse eine Frau im Film in die Rolle des Mannes schlüpfen lassen.
Nomi wurde quasi nach "Schema Bond" inszeniert. Das funktioniert aber nicht.

Was aber funktioniert sind eben Figuen wie Fiona Volpe. Xenia Onatopp. Paloma, etc...
Die tragen teilweise sogar hohe Schuhe (klischee mäßig weiblicher geht es kaum) und sind Bond in vielen Szenen sogar überlegen.

Re: Filmbesprechung: "Thunderball (TB)"

1074
Da bin ich ganz bei dir. Überhaupt lässt sich in den jüngeren Bondfilmen ein Rückfall in alte Rollenvorstellungen feststellen: Der Chef ist wieder ein Mann. Miss Moneypenny ist eine Ex-Agentin, die nach einem einzigen Fehler lieber ein Dasein am Schreibtisch fristet, statt sich ihren "Dämonen" zu stellen. Statt unabhängigen Frauen, die genau wie Bond einfach den Sex mit dem Gegenüber genießen (siehe u.a. Octopussy, Jinx, Wai Lin etc.) sind die Damen jetzt meist unsterblich in Bond verliebt (und er in sie) und definieren sich ausschließlich über ihre Position zu James (Vesper ist "seine große Liebe", ihr Tod ist weniger wichtig als das Leid, dass ihr Dahinscheiden für ihn bedeutet; Madeleine ist die Frau, die ihn (scheinbar) verraten hat und auch "seine große Liebe"; Nomi ist seine Nachfolgerin etc.). Natürlich wirkt das Frauenbild vieler älterer Bondfilme heute aus der Zeit gefallen, aber die Streifen sind eben nicht mehr aktuell. :) Für zukünftige Bonds würde ich mir wünschen, wieder progressivere weibliche Figuren zu haben, statt diese nur um Alphamännchen Bond herum zu konstruieren, wie es leider in der Craig-Ära überwiegend der Fall gewesen ist.
Prejudice always obscures the truth.