Ich bewerte QOS mit...

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Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

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craigistheman hat geschrieben: 21. September 2021 16:49 Das Problem ist, dass QoS als alleinstehender Film nur bedingt funktioniert, da er viel zu sehr auf Figuren und Details aus dem Vorgänger fußt.
Wenn er als direkte Fortsetzung von CR funktionieren würde, müsste er ja auch nicht als alleinstehender Film funktionieren. Aber das tut er wegen den Kontinuitätsfehlern ja auch nicht.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2021

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

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craigistheman hat geschrieben: 21. September 2021 11:45 In QoS wirkt diesbezüglich vieles sehr merkwürdig und wenig durchdacht. Angefangen bei Bonds Garderobe und Frisur zu Beginn des Filmes. Aus dem Brioni-Dreiteiler wird ein flotter Tom Ford-Dienstanzug, innerhalb weniger Stunden wachsen Bonds Haare um mind 2 cm...
Das MI6-Gebäude hat sich in eine futuristische Mode- und Designagentur verwandelt, die Mitarbeiter wurden ausgetauscht... Der angespülte Fake-Yusuf und die Haarlocken-DNA Probe könnten vor Bonds Konfrontation mit White am Ende von CR stattgefunden haben.
Das ist schade, da es für die Autoren nicht sonderlich schwierig gewesen wäre etwas Zeit zwischen der Verfolgungsjagd und Whites Verhör verstreichen zu lassen...
Alles was du anführst sehe ich als Stärke von QOS. Hab heute mal die ersten 30mins geschaut und war geflashter als früher.

Wer weiß wie lange White zwischen CR und QoS in Bonds Kofferraum lag? Bond kann zwischendurch im Hotel gewesen sein und sich umgezogen haben. Aber all das ist komplett unwichtig- das braucht für mich nicht konsistent zu sein (Anzug, Haare etc).
„When I was beaten up, suddenly I liked the idea of being alive.“ - James Bond

Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

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craigistheman hat geschrieben: 21. September 2021 11:09
Casino Hille hat geschrieben: 5. September 2021 12:35 Rache war immer Bestandteil von Bonds Figur. In DN sieht er bei den Eckpfeilern von SPECTRE selbst die Abteilung Rache als die für ihn passende an. In GF will er Rache für Jill Masterson, in FYEO rächt er Ferrara, in OP dann 009 etc.
Das ist nicht vergleichbar. Das sind Vergeltungsschläge für gefallene Kollegen, keine persönlichen Rachemotive. Aber da du ja schon FYEO erwähnst - gerade hier versucht Bond Melina bis zum Schluss von ihrem persönlichen Rachemotiv abzubringen
Rächt dann aber im selben Film seinen Kurzzeit-Buddy Ferrara, die alte Doppel-Moral … Das finde ich in FYEO null überzeugend, erst reicht, weil Melina zum Zeitpunkt seiner Standpauke ja schon Leute abgemurkst hat. :lol:

Was Craig für einen Anzug trägt, ist mir Jacke wie Hose. Ich sehe QOS auch nur bedingt als Fortsetzung zu CR, der funktioniert als eigenständiger Film wunderbar.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

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Revoked hat geschrieben: 21. September 2021 17:20 Alles was du anführst sehe ich als Stärke von QOS. Hab heute mal die ersten 30mins geschaut und war geflashter als früher.

Wer weiß wie lange White zwischen CR und QoS in Bonds Kofferraum lag? Bond kann zwischendurch im Hotel gewesen sein und sich umgezogen haben. Aber all das ist komplett unwichtig- das braucht für mich nicht konsistent zu sein (Anzug, Haare etc).
Sicher ist QoS stark, ich liebe den Film und er ist nach wie vor unter meinen Top 5. Aber er wurde nunmal als direkte Fortsetzung von CR konzipiert, angekündigt und vermarktet, und das wurde dann im fertigen Film dann halbgar umgesetzt (was mir letztlich scheißegal ist). Dass QoS anhand der von mir angeführten Änderungen sehr stylisch, für manche, mich eingeschlossen sogar um Welten stylischer um die Ecke kommt als CR, steht außer Frage. Aber du musst zugeben, dass es dem Kontinuitätsgedanken nur wenig förderlich ist. Weil wir den Film mögen (davon gehe ich jetzt bei dir und bei Hille mal aus) setzt der Suspension of Disbelief-Effekt halt mehr ein.

@Hille: Das ist für dich einfach zu behaupten, weil du CR sehr gut kennst. Ich habe QoS schon vielen filminteressierten Menschen gezeigt, die CR vielleicht nur ein oder zwei Mal gesehen haben, darunter meine Mutter, und alle hatten in den ersten extrem prallen 35 Min, trotz vorangegangenem Briefing massive Schwierigkeiten der Handlung zu folgen. Die ganze Kiste in Haiti mit Slate, den markierten Banknoten, der Verwechslung im Auto etc. ist zwar an sich clever, aber für Bond-Ottonormalos dann doch sehr fordernd. Ich hab damals auch ein paar Anläufe gebraucht.
Und jetzt zeig mal QoS jemandem der CR nicht gesehen hat, und nicht weiß wer Vesper ist, und dass sie von ihrem Freund in eine Falle gelockt wurde.

Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

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craigistheman hat geschrieben: 22. September 2021 01:34 Ich habe QoS schon vielen filminteressierten Menschen gezeigt, die CR vielleicht nur ein oder zwei Mal gesehen haben, darunter meine Mutter, und alle hatten in den ersten extrem prallen 35 Min, trotz vorangegangenem Briefing massive Schwierigkeiten der Handlung zu folgen. Die ganze Kiste in Haiti mit Slate, den markierten Banknoten, der Verwechslung im Auto etc. ist zwar an sich clever, aber für Bond-Ottonormalos dann doch sehr fordernd. Ich hab damals auch ein paar Anläufe gebraucht.
… was aber alles ja genauso wäre, wäre QOS keine Fortsetzung zu CR. All das ist doch unabhängig von der Frage "Sequel oder nicht Sequel". :) Wie das jetzt mit Vesper ist, puh, keine Ahnung, aber ich bilde mir ein, dass das in QOS am Anfang nochmal schnell erzählt bzw. angedeutet wird, ausreichend genug, um es für den Rest des Films stehenlassen zu können. QOS fordert ja ohnehin etwas heraus, also ist die verkürzte Etablierung von Vesper und der Background-Geschichte stimmig im Gesamtkontext.

Ich denke, wer den (um mal zu provozieren: deutlich besseren) Bourne-Filmen gut folgen kann, der wird auch bei QOS easy mitkommen, ohne dafür etwas über CR wissen zu müssen. Aber vielleicht sage ich das auch nur, weil ich QOS zwar mag, aber bekanntlich kein so glühender Fan wie manch anderer hier im Forum von dem Film bin. :)
Prejudice always obscures the truth.

Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

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Samedi hat geschrieben: 21. September 2021 14:33 Ich bleibe dabei, dass sowohl CR, als auch QOS besser geworden wären, wenn man beide Filme am Stück gedreht hätte. Dann wär CR auch nicht zu lang und QOS nicht zu kurz.
Das sehe ich genauso. Die Länge beider Filme ist ein Argument, daneben denke ich aber auch, dass die bereits angesprochenen Probleme, der Handlung von QOS zu folgen, wenn man CR nicht kennt, beziehungsweise nicht mehr genau im Kopf hat, wohl deutlich abgemildert gewesen wären, wenn man das Ende von CR an den Anfang von QOS verschoben hätte.



Ich frage mich, ob die Ottonormalzuschauer eigentlich 2008 mit Le Chiffre oder Vesper etwas anfangen konnten...
craigistheman hat geschrieben: 22. September 2021 01:34 @Hille: Das ist für dich einfach zu behaupten, weil du CR sehr gut kennst. Ich habe QoS schon vielen filminteressierten Menschen gezeigt, die CR vielleicht nur ein oder zwei Mal gesehen haben, darunter meine Mutter, und alle hatten in den ersten extrem prallen 35 Min, trotz vorangegangenem Briefing massive Schwierigkeiten der Handlung zu folgen. Die ganze Kiste in Haiti mit Slate, den markierten Banknoten, der Verwechslung im Auto etc. ist zwar an sich clever, aber für Bond-Ottonormalos dann doch sehr fordernd. Ich hab damals auch ein paar Anläufe gebraucht.
Und jetzt zeig mal QoS jemandem der CR nicht gesehen hat, und nicht weiß wer Vesper ist, und dass sie von ihrem Freund in eine Falle gelockt wurde.
Entweder kenne ich CR zu gut, oder QOS zu schlecht, aber weshalb die Verwechselung im Auto keinen Sinn macht, wenn man CR nicht kennt, leuchtet mir gerade nicht ein. Bond tötet Slate und nimmt ihm den Koffer ab, Camille sieht ihr Bild in dem Koffer und Bond sagt etwas in die Richtung "Ich glaube jemand will sie umbringen lassen". Daraus schließt Camille, dass Bond als Killer auf sie angesetzt sei. Weshalb das keinen Sinn macht, wenn man CR nicht kennt, erschließt sich mir nicht.

Dass sie Sache mit den markierten Banknoten keinen Sinn macht ohne die Handlung aus CR im Hinterkopf zu haben, sowie alles, was Vesper betrifft, ist hingegen klar.

Btw.: Als Regisseur hätte man auch gerne bei Martin Campbell bleiben können. Sein Stil liegt mir mehr als der von Forster.

Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

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Nein, es ging mir bei der Verwechslung darum aufzuzeigen, wie prall die 35 ersten Filmminuten allgemein sind. Die Bezüge zu CR liegen natürlich woanders. Wer ist dieser Le Chiffre z.B.? Wer ist Vesper? Die zwei Namen fallen direkt nach der PTS, und jemand der CR nicht gesehen hat, steht schon auf dem Schlauch. Hinzu kommt dann das unnötig wirr gehaltene Gelabere über Slate am riesen iPod-Touch, dann die Verwechslung… Das ist ein unglaublich hohes Erzähltempo, das Zuschauer*innen abzuhängen droht. Dabei ist gerade die Etablierung des Plots und der Figuren essentiell. QoS hat wunderbare Regieeinfälle und mir gefällt die Idee, dass sich der Plot im hier und jetzt entwickelt und von der Action vorangetrieben wird. Dennoch bin ich der Ansicht, dass einige Szenen zu Beginn des Filmes wohl etwas mehr Raum zum Atmen gebraucht hätten, dann wäre der Film in meinen Augen und Ohren ein Meisterwerk, was er für mich aber trotz allem ist hehe.

Natürlich ist QoS als Fortsetzung von CR konzipiert worden, zu behaupten, er funktioniere für eine breite Masse an Menschen aber auch als eigenständiges Werk, halte ich persönlich aufgrund seines Narrativs für widerlegbar. Stilistisch geht er ganz eigene Wege, das ist klar. Ein toller Film, der seiner Zeit in vielen Punkten voraus war.

Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

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Ich kommen mit dem Film bis heute nicht so wirklich klar.

Was ich aber wirklich stark finde, sind die Szenen ab dem Fallschirmspringer (ohne Fallschirm, wohlgemerkt :) ) Camille hält ihre Rede über ihre Familie/Medrano, dann die Vorbereitung auf ihre Rache an Medrano, Bonds Monolog bezüglich des Adrenalinstoßes beim Töten und schließlich legt Camille Medrano um. Totte Szenen.

Den Final Fight zwischen Bond und Greene finde ich eigentlich gar nicht gelungen, was die Szenen mit Medrano und Camille angeht, so sehe ich das deutlich positiver. Auch wenn ich im ersten Moment immer denke, die Frau, die Medrano vergewaltigt, sei Camille.

Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

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Revoked hat geschrieben: 26. September 2021 16:24 Erwähnte ich, dass QOS, nach meiner letzten diese Woche, mindestens bis Donnerstag zu meinem Lieblingscraig aufgestiegen ist?
Ich traue mich das ja auch gar nicht laut sagen, mir gefallen sie ja alle von Craig, aber QOS schaue ich eigentlich am liebsten und er ist einfach wirklich gut, wenn auch sehr "anspruchsvoll" - auf verschiedenen Ebenen. Und ja, ohne CR funktioniert er nicht, das war sicher ein Problem. Dafür hätte man den Beginn besser gestalten müssen.
craigistheman hat geschrieben: 22. September 2021 07:45 Dennoch bin ich der Ansicht, dass einige Szenen zu Beginn des Filmes wohl etwas mehr Raum zum Atmen gebraucht hätten, dann wäre der Film in meinen Augen und Ohren ein Meisterwerk, was er für mich aber trotz allem ist hehe.
ja, das sehe ich auch so. Ich finde QOS jetzt schon super, ein paar kleine Änderungen hätten ihn absolut perfekt gemacht. Darüber habe ich hier auch schon mit Maibaum vor einiger Zeit geschrieben (der das ein bisschen anders sieht, weil durch Änderungen die ganze Dynamik des Filmes verloren gehen könnte. Auch ein Argument). Es gibt einige so wundervolle Sequenzen und Einstellungen, da hätte man gerne noch ein paar Sekunden mehr gesehen - also ich jedenfalls ;)

Man liest das auf Twitter etc. Auch immer öfter, dass viele QOS nun viel besser finden. Deswegen sollte man auch bei EON und Craig das besser öffentlich kommunizieren - nicht den Mainstream nachplappern.
Bond... JamesBond.de