Re: Coronakrise 2020: Diskussionsthread zu Covid-19

#526
Die Umfragen liegen im Schnitt immer Nahe am Endergebnis.
Wenn ein Land halt so dermaßen gespalten ist, daß es immer zwischen 47 und 53% Verhältnissen liegt und alles unter 5 % in den Bereich von möglichen Irrtümer gerät , ist klar, wie eine 2016 Wahl entstehen kann. Die Zahlen sehen diesmal sehr anders aus.

Links und Rechts ist dort doch nur Theater. Damit werden sich Wählergrupprn gesichert. Das spielt kaum eine große Rolle im Detail.
Die Republikaner wurden immer von der Wirtschaftswelt favorisiert, da die für noch weniger Steuern und noch weniger Regulierungen stehen.

Re: Coronakrise 2020: Diskussionsthread zu Covid-19

#527
HCN007 hat geschrieben:
17. Oktober 2020 12:59
Und Umfragen die den aktuellen Status in einzelnen Staaten zeigen - es wird am Wahltag abgerechnet und nicht vorher. Da steht ja auch immer zur Debatte wie politisch eingefärbt diese Umfragen und Statistiken sind - und da sind Medien und die unterschiedlichen politischen Seiten natürlich bestrebt ein einseitiges ihnen gegenüber positives Bild zu zeichnen.
Sogar die Umfragen von Fox News zeigen, dass Biden vorne liegt. Und die stehen nun wirklich nicht im Verdacht, Propaganda für die Demokraten zu betreiben. :wink:
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2020

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Coronakrise 2020: Diskussionsthread zu Covid-19

#528
Mir geht gerade eine Frage durch den Kopf. Zu Beginn der Pandemie wurden verstärkt Hamsterkäufe durchgeführt. Davon wurde aber immer wieder abgeraten, mit der Begründung, das sei es sei genug für alle da und es würde keinen Zusammenbruch der Lieferketten erfolgen. Soweit macht das auch noch Sinn.

Aber: Je seltener ich in den Supermarkt laufe, desto geringer ist doch auch die Wahrscheinlichkeit, sich anzustecken, oder nicht? Ich glaube, von dieser Seite hat das Thema noch niemand betrachtet.
"Ich glaube nie, was in den Zeitungen steht." - TND

Re: Coronakrise 2020: Diskussionsthread zu Covid-19

#531
Henrik hat geschrieben:
28. Oktober 2020 12:34
Aber: Je seltener ich in den Supermarkt laufe, desto geringer ist doch auch die Wahrscheinlichkeit, sich anzustecken, oder nicht? Ich glaube, von dieser Seite hat das Thema noch niemand betrachtet.
By the way: Wenn du aber jeden Tag in sieben Supermärkte marschieren musst, um deine Produkte zu suchen, die überall durch Hamstereien ausverkauft sind, ist damit auch niemandem geholfen. Solche Käufe sind alles außer nachvollziehbar.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Coronakrise 2020: Diskussionsthread zu Covid-19

#533
Samedi hat geschrieben:
28. Oktober 2020 17:54
Am schlimmsten ist es, wenn Politiker vor Hamsterkäufen warnen. Denn genau dann wird es auch dazu kommen.
Genauso wird es Leute geben, die das kommende Wochenende nochmal extra die Restaurants und Bars fluten werden, weil es die nächsten vier Wochenenden dann ja nicht mehr (offiziell) geht.

Das ist dann auch ein Effekt, den die Politik eigentlich nicht will, aber natürlich herbeiführt.

Re: Coronakrise 2020: Diskussionsthread zu Covid-19

#534
Wird bei mir mit dem Kino wahrscheinlich genauso sein. Bis Samstag hab ich keine Zeit, aber am Sonntag werd ich mir dann entweder Greenland oder zum vierten Mal Tenet anschauen. Danach geht es ja wohl einen Monat nicht mehr.

Der Unterschied ist natürlich, dass ich damit das Infektionsgeschehen höchstwahrscheinlich nicht beeinflusse, während dass in Restaurants/ Bars deutlich eher der Fall sein kann. Weshalb, wie hier schon oft geschrieben, die Maßnahmen eben zielgerichtet und nicht planlos aktionistisch getroffen werden sollten. Aber inzwischen hab ich ehrlich gesagt den Glauben daran verloren, dass das möglich ist...
"You only need to hang mean bastards, but mean bastards you need to hang."

Re: Coronakrise 2020: Diskussionsthread zu Covid-19

#535
Ich gönne mir noch ab morgen bis Sonntag folgende Filme im Kino:
- Morgen: Und Morgen Die Ganze Welt
- Freitag: Schwesterlein
- Samstag: Ema
- Sonntag: Oeconomia

Und ich komme für November auf eine interessante Idee für meine 2 favorisierten Lichtspielhäuser (das Kinopolis MTZ und die Arthouse-Kinos-Frankfurt Harmonie / Cinema), indem ich einfach antizipiere nach meinem Monatskalender für November, welche Filme ich in welchem Kino sehen würde und dann pro Film 15 Euro einfach dem Kino überweise, weil das in etwa abzüglich den Abzügen, die die Kinos an Verleiher machen müssen in Summe des Ticketpreises und Snacks/Getränken gleicht. Das ist ein Beitrag, den ich hier leisten kann.

Etwas ähnliches kann die verantwortungslose / oder auch -volle Partymeute bei deren favorisierten Clubs und Bars machen. Einfach antizipieren wie oft und wie intensiv man dort gastiert und einfach mal ein wenig Kleingeld vorbeibringen um die in der Zeit zu unterstützen.
"Weiter rechts, weiter rechts ! ..... "
Spoiler
Show
Filmzähler Sammlung iHaveCNit/HCN007:
Stand: 22.12.2018

Spezielle Interessen: 42 DVDS (Musik, Wrestling, sonstiges)
Serienboxen (8 BD / 69 DVD)
DVD: 782 Filme
BD: 498 Filme
Gesamt-Filme: 1280 Filme

Re: Coronakrise 2020: Diskussionsthread zu Covid-19

#536
HCN007 hat geschrieben:
28. Oktober 2020 22:29
Und ich komme für November auf eine interessante Idee für meine 2 favorisierten Lichtspielhäuser (das Kinopolis MTZ und die Arthouse-Kinos-Frankfurt Harmonie / Cinema), indem ich einfach antizipiere nach meinem Monatskalender für November, welche Filme ich in welchem Kino sehen würde und dann pro Film 15 Euro einfach dem Kino überweise, weil das in etwa abzüglich den Abzügen, die die Kinos an Verleiher machen müssen in Summe des Ticketpreises und Snacks/Getränken gleicht. Das ist ein Beitrag, den ich hier leisten kann.
Bravo! Eine beeindruckende solidarische Geste. Hoffen wir, dass es deinen Kinos hilft.
We'll always have Marburg

Re: Coronakrise 2020: Diskussionsthread zu Covid-19

#538
Invincible1958 hat geschrieben:
29. Oktober 2020 12:42
Es gibt noch Virologen, die mehr Durchblick haben als andere:

https://m.focus.de/regional/hamburg/jon ... 95782.html
Es geht bei den neuen Maßnahmen darum, die Kontakte massiv einzuschränken. Die Leute müssen ja auch zu dem sicheren Konzertsaal (oder Kino) kommen und der öffentliche Nah- und Fernverkehr ist bei weitem nicht so sicher. Bei 75 Prozent der Infektionen ist nicht mehr nachvollziehbar, wo die Ansteckung erfolgte.
#Marburg2021

Though this be madness, yet there is method in’t
William Shakespeare, Hamlet

Re: Coronakrise 2020: Diskussionsthread zu Covid-19

#539
DonRedhorse hat geschrieben:
29. Oktober 2020 12:54
Die Leute müssen ja auch zu dem sicheren Konzertsaal (oder Kino) kommen und der öffentliche Nah- und Fernverkehr ist bei weitem nicht so sicher.
Die Leute fahren ja aber auch weiter jeden Tag zur Arbeit ins Büro, wo es statistisch auch unsicherer ist als im Konzertsaal oder Kino. Ganze Wirtschaftszweige im Regen stehen zu lassen, ist schlicht unverantwortlich und angesichts dessen, dass die Regierung mehrere Monate lang Zeit hatte, sich auf die Situation im Herbst vorzubereiten, nicht nachvollziehbar. Die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen wird seitens der Kulturbranche und Gastronomie in Frage gestellt, nicht die Notwendigkeit, generell die Maßnahmen zu verschärfen.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Coronakrise 2020: Diskussionsthread zu Covid-19

#540
DonRedhorse hat geschrieben:
29. Oktober 2020 12:54
Invincible1958 hat geschrieben:
29. Oktober 2020 12:42
Es gibt noch Virologen, die mehr Durchblick haben als andere:

https://m.focus.de/regional/hamburg/jon ... 95782.html
Es geht bei den neuen Maßnahmen darum, die Kontakte massiv einzuschränken. Die Leute müssen ja auch zu dem sicheren Konzertsaal (oder Kino) kommen und der öffentliche Nah- und Fernverkehr ist bei weitem nicht so sicher. Bei 75 Prozent der Infektionen ist nicht mehr nachvollziehbar, wo die Ansteckung erfolgte.
Es war ein halbes Jahr Zeit die Öffentlichen Verkehrsmittel sicher zu machen. Das wurde massiv versäumt.

- Nur mit FFP2-Maske Bus- und Bahn fahren
- ein Kontrolleur pro Wagen
- eine höherer Taktung

Das kostet alles Geld - ja. Aber im Endeffekt kostet das weniger als wenn man jetzt ganzen Branchen ihre Ausfälle zahlen muss.

Es ist nicht das Versäumnis der Kulturbranche, dass die Öffis vielleicht nicht sicher genug sind.

Ansteckungen, die nachweislich während eines Theaterbesuchs, eines Kinobesuchs etc. stattgefunden haben, sind sehr wohl nachvollziehbar. Dafür werden ja die Kontaktdaten erhoben. Wenn ein Gast im Nachhinein positiv getestet wird, muss das Amt natürlich die Gästeliste abtelefonieren und entsprechende Maßnahmen einleiten. Das ist Aufgabe der Politik und der Ämter, das zu gewährleisten.

Und natürlich sitzen in vielen Veranstaltungen unwissentlich infizierte Menschen. Aber genau dafür sind ja die Abstands- und Belüftungskonzepte - damit so jemand eben während einer Veranstaltung keinen anderen ansteckt.
Das ist am Arbeitsplatz und im privaten Bereich oder sonstwo ja aber nicht anders.

Jeden Tag gehen Hunderttausende durch die Werkstore von Airbus, Lufthansa, VW, BMW ... arbeiten in Schlachtbetrieben und sonstigen Fabriken. Und in all diesen Bereichen gab es in den letzten Wochen NACHWEISLICH Corona-Ausbrüche. Wenn ein Virologe sagt, dass Maßnahmen zielführend sein müssen, dann muss man diese Bereiche schließen, nicht aber die Bereiche, in denen es keine Ausbrüche gab.

Denn es wäre mehr als unfair anzunehmen, dass die 75% nicht zu verfolgenden Infektionen aus dem Kulturbereich stammen - oder auch nur ein kleiner Teil von dort käme. In den ganzen letzten 6 Monaten wäre ja mindestens mal ein einziger Fall in dieser Hinsicht aufgetaucht. Ist aber nicht. Und das, weil dort am korrektesten Daten erhoben werden und Abstände eingehalten werden.

Der Leiter vom Bezirksamt Hamburg-Mitte hat neulich bei Markus Lanz erzählt wie er auf einem Streifzug mit der Polizei allein an einem Abend drei illegal veranstaltete Großhochzeiten mit hunderten Gästen auflösen musste. DAS sind Probleme, die angegangen werden müssen.
Wer jetzt illegal feiern will, wird das auch weiterhin machen.

Ich bin für strenge Maßnahmen, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. Aber eben dort, wo es nötig ist. Und das sind all die Bereiche, über die man in den letzten Wochen und Monaten immer wieder gelesen hat.

Das Arbeitsverbot für Kultureinrichtungen wird nicht dazu führen, dass die Infektionszahlen abnehmen.
Und dann, ach Wunder, wird Mitte November entschieden, dass die Kultureinrichtungen auch im Dezember noch geschlossen bleiben müssen.

Also entweder ALLES (sprich: Ausgangssperre) oder gezielte Maßnahmen. Aber nicht diese Willkür in Richtung einer Branche, der man gar nichts nachweisen kann, während woanders ständig Corona-Herde aufflammen.