Re: Zuletzt gesehener Film

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Demolition Man mag ich auch, aber Snipes ist einfach zu nervig hier. Stallone dagegen eine Schau.

Bei Rambo ist das so eine Sache. Gut ist nur das Original. II ist extrem doof, aber natürlich ein B-Pleasure. Allerdings finde ich Arnolds Äquivalent "Commando" um Längen besser. Rambo III ist Schrott. Und mit John Rambo werde ich einfach nicht so richtig warm (7/10). Nachtfalken ist ein Thriller mit durchaus vorhandenen Schwächen. Lock up mag ich gerne, aber das Genre hat besseres zu bieten. Specialist mag ich auch, obwohl der objektiv schon recht maue Momente hat (Woods isr super). Ne, da bleibe ich dabei. Cliffhanger ist ne Granate. :D
Zuletzt geändert von vodkamartini am 24. November 2016 23:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zuletzt gesehener Film

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Casino Hille hat geschrieben:Findest du den Cliffhanger echt so gut? Fand den immer sehr enttäuschend, irgendwie erschreckend uninspiriert. Ist aber lange her.
Ich fand ihn schlicht, aber unterhaltsam und recht gut inszeniert, also 6/10.

Die Hard ist dagegen immer noch eine böse Enttäuschung gemessen an seinem Ruf und mehr noch an seinem Potential.

Re: Zuletzt gesehener Film

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vodkamartini hat geschrieben:Demolition Man mag ich auch, aber Snipes ist einfach zu nervig hier. Stallone dagegen eine Schau.
Mit dem konnte ich noch nie viel anfangen, ist mir zu albern und zu „künstlich“ (sieht alles so furchtbar nach Studio aus). Fand die Action hier auch nie sonderlich überzeugend. Ähnlich bei Slys anderem SciFi-Abstecher Judge Dredd, der aber immerhin vom SetDesign überzeugender ist.
vodkamartini hat geschrieben:Bei Rambo ist das so eine Sache. Gut ist nur das Original. II ist extrem doof, aber natürlich ein B-Pleasure. Allerdings finde ich Arnolds Äquivalent "Commando" um Längen besser.
Arnies Ramboäquivalent ist für mich eher Predator, in welchem doch sehr genau das Erfolgsrezept von Rambo II eingehalten wird. Commando hat sicher auch einige Ramboanklänge, haut dann aber für mich doch eher in die Kerbe a la Cobra oder Invasion USA, krachende B-Action halt.
vodkamartini hat geschrieben:Nachtfalken ist ein Thriller mit durchaus vorhandenen Schwächen.
Die hat er, allein schon wegen seiner Entstehungsgeschichte (was gäbe ich für einen DC bei dem Film!). Aber er ist in seiner durch die vielen erzwungenen Schnitte entstandenen Straffheit auch recht reizvoll für mich und wer weiss, möglicherweise tut genau die Straffheit dem Film ähnlich wie beim originär ebenfalls deutlich länger konzipierten ersten Rambo sogar gut bzw. ist besser gegenüber einer möglicherweise zu langen und mäandernden Fassung. In jedem Fall trifft der Film sehr genau meinen Geschmack, da ich harte Thriller im New York der 70er/frühen 80er generell liebe. Ich denke da natürlich an Friedkins French Connection oder an Filme wie The Seven-Ups, Marathon-Mann, The Bronx, Wolfen oder Prince of the City. Nachtfalken bietet einen ähnlichen Mix aus atmosphäricher Dichte und interessanten Figuren, wenngleich natürlich deutlicher am Unterhaltungswert orientiert. In jedem Fall weicht er stilistisch aber sehr stark vom Gros von Stallones Actionfilmen ab, die idR alle einen sehr glatten und/oder knalligen Look haben (First Blood ist da sicher eine Ausnahme, Lock Up auch). Ein wie ich finde sehr unterhaltsamer Film mit einem (mal wieder) außerordentlich guten Rutger Hauer.
vodkamartini hat geschrieben:Rambo III ist Schrott.
So schlimm finde ich ihn nicht, auch wenn er fraglos der schwächste der vier Rambofilme ist. Allein wegen der diversen kultigen Momente („Blaues Licht!“, „Sie sind ein Tourist!“, „Gott kennt Gnade, Rambo nicht!“) und der spekakulären und irrsinnig aufwändigen Action ist der Film schon ok. Sehe den bei 6,5 Punkten, also genau da wo mittlerweile viele von Slys Filmen der 80er und 90er bei mir rangieren.
vodkamartini hat geschrieben: Und mit John Rambo werde ich einfach nicht so richtig warm (7/10).
Kennst du Slys DC? Der bereichert den Film wie ich finde ungemein, sowohl künstlerisch (bietet einige sehr schön komponierte und arrangierte Szenen) als auch inhaltlich (die Rolle der Missionare und die Bedeutung für Rambos Leben werden besser herausgearbeitet). Der Film wirkt so auch weniger wie der ultrabrutale Metzelfilm, welchen die Kinofassung ja verkörpert (obwohl immer noch außerordentlich brutal). Ironischerweise werfen genau das viele Actionjünger dem DC dann vor. Da ich im Kino doch eher enttäuscht war und mich erst danach langsam mit der Kinofassung arrangiert habe war der DC ein regelrechter Augenöffner, welch starker Film das doch eigentlich ist. Der einzige echte Kritikpunkt ist dann das furchtbar unecht wirkende CGI-Blut, das die ansonsten so wuchtigen und furiosen Actionszenen leider schon etwas beschädigt. Trotzdem starke 8,5 Punkte.
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"

Re: Zuletzt gesehener Film

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Agent 009 hat geschrieben:Die Kinofassung ist doch eh unendlich zerschnitten. Ich bin froh das ich die Uncut Bluray hier liegen habe. Ganz oder gar nicht. Und ich bin nicht Gore-geil oder so.
Nur um Missverständnisse zu vermeiden: die Kinofassung ist nicht geschnitten (auch wenn es VÖ der Kinofassung gibt, welche geschnitten sind). Wenn ich mich recht erinnere, wurde seinerzeit im Kino zwar die deutsche Fassung nach ein paar Tagen nur noch geschnitten aufgeführt, auf DVD wurde dann aber bei Verleihstart wieder die ungekürzte Fassung veröffentlicht (ein Glück war ich gleich am zweiten Tag im Kino). Der DC ist bei einigen Szenen bewusst etwas abgemildert, wobei das im Gesamtbild kaum einen unterschied macht, Rambo IV ist auch so kein Gänseblümchenfilm. :)
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Re: Zuletzt gesehener Film

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vodkamartini hat geschrieben:Demolition Man mag ich auch, aber Snipes ist einfach zu nervig hier.
Echt? Aus der Erinnerung heraus fand ich Snipes sehr komisch. Ist zwar lange her, aber ich meine, dass er mir schon sehr gut gefallen hat (was bei Snipes eher eine Seltenheit ist).
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Re: Zuletzt gesehener Film

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NickRivers hat geschrieben:Schau gerade "Sharknado 2" auf Tele5.
Also warum dieser Schwachsinn so schlecht sein soll, sodass er wieder gut ist, entzieht sich mir jeder Logik. Der Film ist einfach nur grottenschlecht
Na ja, genau deshalb.
Manchen macht es Spaß grottenschlechte Filme zu schauen, weil sie es amüsant finden darüber zu lachen. Und wenn man durchgehend lachen kann, dann war der Film ja unterhaltsam statt langweilig, und ein unterhaltsamer Film ist immer ein guter Film.

Re: Zuletzt gesehener Film

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Maibaum hat geschrieben:Manchen macht es Spaß grottenschlechte Filme zu schauen, weil sie es amüsant finden darüber zu lachen.
Aber dafür muss der Film dann schon eine gewisse Scheißigkeit haben. Die Sharknados sind aber nicht witzig doof, nur doof.
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Re: Zuletzt gesehener Film

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ich habe mir danach noch "Das geheime Fenster" auf Kabel1 angeschaut. Ich muss sagen, kaum ein Autor als Stephen King irritiert mich mehr. Er ist der erfolgreichste Horror-Schrifststeller aller Zeiten und das zu Recht! Dennoch haben seine Plots oft Logiklöcher, die ärgerlich sind.
Spoiler
Wie da seine Ex und ihr neuer in die Falle vom wie üblich hervorragend von Johnny Depp gespielten Autor Mort Rainy tappten, hätte man dramatischer umsetzen können - wenigstens so aus dem Standardbaukasten Hollywoods (die üblichen Twists blabla).
Trotzdem: mir ist es ein Rätsel, dass dieser Film nicht bekannter ist, vermutlich weil wohl das Böse siegte. Da halfen die Drohungen des Scherriffs nichts, obwohl ihm da eine Ahnung anhand des großen Maisfelds vor Morts Haus schleichen hätte müssen - darunter hat er die Leichen seiner EX und ihres neuen begraben.
Der progressive Wahn von Mort, diese Exrapolierung seiner Wahn-Ichs, zuerst der von John Torturo hervorragend gespielten Figur von Shooter, dann von sich selber, fasziniert meine Vorstellung von der Geisterwelt mehr als wie der Harry Potter Schmarren.
Trotzdem: Stephen King vom Feinsten
9/10 Punkte
"There is sauerkraut in my lederhosen."
Bild

Re: Zuletzt gesehener Film

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iHaveCNit: Desierto (2016)

Bei all den großen Filmen, die es hierzulande auf die große Leinwand schaffen, gibt es doch immer noch einige Filme, die direkt fürs Heimkino veröffentlicht werden. Einige dieser Filme sind kurz, kompakt und konsequent. Genau wie „Desierto“, der von Jonas Cuaron, dem Sohn von Alfonso Cuaron (Gravity, Children of Men, Pans Labyrinth, Harry Potter und der Gefangene von Azkaban), inszeniert wurde. In Deutschland hat der Film den Beititel „Tödliche Hetzjagd“ bekommen, was in etwa den Film beschreibt.

14 illegale, mexikanische Einwanderer stranden aufgrund einer Autopanne mitten im mexikanisch-amerikanischen Grenzgebiet Kaliforniens und müssen den letzten, beschwerlichen Weg zu Fuß weitergehen. Unter den Mexikanern befindet sich auch Moises, dessen Sohn bereits in den USA lebt. Was die Mexikaner nicht wissen, ist, dass zur selben Zeit auch ein Jäger mit Spürhund und Scharfschützengewehr durch dieses Gebiet streift und das Gesetz selbst in die Hand nimmt. Bei der Flucht ist nicht nur der Jäger ein Problem, auch die lebensgefährliche Umgebung tut ihr übriges dazu.

Der Film offenbart sehr ambivalent 2 große Probleme in den USA – Die Grenzpolitik (bei der der Konflikt durch platte Wahlkampfparolen des designierten US-Präsidenten Donald Trump noch unnötig verschärft wurde) und der Hang zur Selbstjustiz. Er lässt uns selbst den Freiraum, darüber zu entscheiden, mit welcher Meinung wir dem gegenüberstehen. Auch wenn er auf krasse Art und Weise zeigt, mit welchen unmenschlichen Bedingen durch Mensch (der Jäger, Redneck Sam) und Natur die Flüchtlinge zu kämpfen haben. Das unterstützt den Film natürlich ungemein in seiner Atmosphäre. Die eingefangenen Bilder sind mit exzellenten Landschaftsaufnahmen garniert und zeigen uns einen rauen, schonungs- und gnadenlosen Kampf auf Leben und Tod. Ich glaube, die Veröffentlichung in Deutschland – so ganz perfekt auf die Veröffentlichung der 7. Staffel von „The Walking Dead“ zugeschnitten, denn in „Desierto“ verkörpert Jeffrey Dean Morgan eben auch einen ähnlich perfiden Bösewicht. Demgegenüber steht Gael Garcia Bernals Moises, der hier als erfahrener und engagierter „Flüchtling“ einen Eindruck hinterlässt. Der Film pendelt zwischen „Survivalthriller“ und „Slasher“ und bedient sich klassischer Genreelemente.

Er ist interessant, spannend, sehr derb und hinterlässt in seiner Grundthematik einen hochaktuellen, faden Beigeschmack.

„Desierto – Tödliche Hetzjagd“ - My First Look – 8/10 Punkte.

Hier noch ein kurzer Überblick über mein diesjähriges Pensum im Bereich des "Direct-To-Video-Sektors"
The Machine - 8/10 Punkte
No Escape - 8/10 Punkte
400 Days - 7/10 Punkte
9. April – Angriff auf Dänemark - 9/10 Punkte
Das Jerico Projekt - 6/10 Punkte
Blood Father - 8/10 Punkte
Kickboxer: Die Vergeltung 7/10 Punkte
Desierto 8/10 Punkte
Kill your Friends (Noch nicht bewertet - Zweitsichtung notwendig - Prüfstand)
Urge (Noch nicht veröffentlicht - Prüfstand !)
Imperium (Noch nicht veröffentlicht - Prüfstand !)
Synchronicity (bereits veröffentlicht - Prüfstand !)

(sind in ihrer Gänze - 12 Filme - die ich Ende des Jahres noch auf die gesehenen Filme in 2016 addieren werde !)

Ich habe bis jetzt schon 66 Filme (Kinoveröffentlichung) gesehen. 5 Filme kommen im Kino noch (Sully, Rogue One, Nocturnal Animals, Allied, Assassins Creed) und 1 Film wird im Dezember per Heimkino nachgeholt (Legend of Tarzan) - Macht dann insgesamt 72 Kinofilme - Wenn ich die 12 Heimkinoveröffentlichungen dazurechne - komme ich auf 84 Filme (2016).

Derzeit bin ich noch am Überlegen ob ich das Filmjahr bereits am 31.12.16 abrechne oder noch bis zum 31.01.16 warte, denn bis dahin kann ich noch Nerve, Toni Erdmann, Don´t Breathe und Fuquas Glorreiche Sieben gesehen haben. Mal schauen.
"Weiter rechts, weiter rechts ! ..... "