Calvin Dyson nennt AVTAK "the weirdest Bond film", und ich sehe auch warum. In diesem Film verbündet sich ein gegenüber FYEO und OP noch einmal sichtlich gealterter Roger Moore, der mehr Frauen ins Bett kriegt denn je zuvor, mit dem noch älteren Patrick Macnee und einem mittlerweile ebenfalls steinalten MI6 (Moneypenny, die sexy Sekretärin, war fast sechzig!), alle teilweise in noch altherren-mässigerer Ascot-Kleidung, und kämpfen dann gegen die Paarung aus Christopher Walken und Grace Jones, ich wiederhole, Christopher Walken und Grace Jones, zum womöglich "coolsten" Score inklusive Titelsong überhaupt in der Reihe. Das ist schon irgendwie alles eine merkwürdige Mischung, wenn man mal darüber nachdenkt. Für mich kommt noch dazu, aber vielleicht bin ich da allein, dass Reiten und Pferde ausserhalb von Western und Historienfilmen (wo es passt) für mich mit das Uncoolste und Biederste ist, das es gibt. Die Mixtur aus Jung und Alt, aus Frisch und halb vertrocknet, aus albern und hart, aus cool und völlig uncool ist ziemlich skurril, aber klar, es ist vielmehr eine unterschwellige, subtil befremdliche Skurrilität verglichen mit dem sehr offensiven "Zirkus" von DAF.
Re: Filmbesprechung: "A View to a Kill (AVTAK)"
961We'll always have Marburg
Let the sheep out, kid.
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