Welcher ist der beste Film von Quentin Tarantino?

Reservoir Dogs
Insgesamt abgegebene Stimmen: 3 (13%)
Pulp Fiction
Insgesamt abgegebene Stimmen: 5 (22%)
Jackie Brown (Keine Stimmen)
Kill Bill: Volume 1
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (9%)
Kill Bill: Volume 2
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (4%)
Death Proof: Todsicher
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (9%)
Inglourious Basterds
Insgesamt abgegebene Stimmen: 5 (22%)
Django Unchained
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (9%)
The Hateful Eight
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (9%)
Once Upon a Time... in Hollywood
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (4%)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 23

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

873
GoldenProjectile hat geschrieben: 16. Januar 2020 13:04 Ich habe ... endlich mal Death Proof nachgeholt...
Wertung (ohne diesen fatalen Fehler): 8 / 10
Genau das habe ich auch vor zwei Wochen getan. Sehe ihn ganz ähnlich wie du. Vor allem gut, dass ich ihn nach OUATIH gesehen habe und somit ein biscchen den Stuntmanfetisch von QT verstehe.

Die Tage werde ich auch IB nochmal schauen (ist EXTREM LANGE her!).
Der irre Flic mit heißem Blick

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

874
Agent 009 hat geschrieben: 16. Januar 2020 19:51 Eric, ich glaube du hast vergessen zu erwähnen, wie toll eigentlich Mary Elizabeth Winstead ist.
Casino Hille hat geschrieben: 16. Januar 2020 19:55 Mary Elisabeth Winstead hat da mitgespielt? In Death Proof? Das hätte Eric vielleicht mal erwähnen sollen.
Mary Elizabeth Winstead ist in Death Proof und sie ist ganz toll. Tracie Thoms und die normalerweise sehr attraktive Rosario Dawson sollten sich in Grund und Boden schämen dafür, wie lachhaft sie neben der grandiosen Mary wirken, die burschikose Zoë Bell sowieso. Mary steht das gelbe Cheerleader-Kostüm ausgezeichnet, ihre etwas volle und raue aber doch sehr weibliche Stimme klingt besser als jede Stradivari und ihr Lächeln hat den Fernseher zum Schmelzen gebracht. Der tumbe Russell kann sich glücklich schätzen, dass etwas vom letzten was er gehört hat, bevor die Mädels ihn mitsamt Stuntcar zu Tode vermöbelt haben, Marys engelsgleicher Gesang war. Und ich weiss genau dass ihr Fondas, Brosnans und Moores jeden Tag beim Blick ins Forum vor blankem Neid erblasst, wenn ihr seht dass Mary zumindest im erweiterten Sinne meinen Avatar ziert.

Connor, ich schlage ein Tauschgeschäft vor: Ich werde sämtliche Ansprüche auf Emma fallen lassen und kriege dafür Mary. :3
Revoked hat geschrieben: 16. Januar 2020 20:17 Die Tage werde ich auch IB nochmal schauen (ist EXTREM LANGE her!).
Ui, viel Spass. Und daran denken: Unbedingt Originalfassung (auch da ist locker ein Drittel des Films in deutscher Sprache) sonst macht vieles nicht wirklich Sinn und ist weder halbes noch ganzes.
We'll always have Marburg

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

875
Um mich mal wieder zu melden und meinen Senf dazuzugeben:
Death Proof ist in der Tat ein grandioser Film, der mich allerdings erst mit mehreren Sichtungen wirklich für sich einnehmen konnte. Gerade das abrupte Ende, früher ein harscher Kritikpunkt von mir, halte ich mittlerweile für sehr gelungen und kann mir gar nicht vorstellen, wie man den Film anders hätte beenden können.

There was a fifty-fifty shot on whether you'd be going left. You see, we're both going left. You could have just as easily been going left too and if that was the case, it would have been awhile before you started getting scared. But since you're going the other way, I'm afraid you're gonna have to start getting scared... immediately!
GoldenProjectile hat geschrieben: 16. Januar 2020 23:31 Mary Elizabeth Winstead ist in Death Proof und sie ist ganz toll.
Ein umso größeres Ärgernis, dass sie nicht an der finalen Klopperei mitwirken darf, was? :wink:
GoldenProjectile hat geschrieben: 16. Januar 2020 23:31 Unbedingt Originalfassung (auch da ist locker ein Drittel des Films in deutscher Sprache) sonst macht vieles nicht wirklich Sinn und ist weder halbes noch ganzes.
Man beachte in der deutschen Fassung nur Fassbenders Akzent - oder eben gerade nicht.
"East, West, just points of the compass, each as stupid as the other."
(Joseph Wiseman in Dr. No)

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

876
Ja, in der IB Synchronfassung ist einiges etwas konfus, weil sie die Sprachbarrieren nicht übersetzen (konnten). D.h. u.a. auch, dass in einer wichtigen Szene, in der Brad Pitt mit einem Deutschen spricht, und zwischen beiden ein Mann sitzt, der jeweils für die andere Partei übersetzt, jetzt im Deutschen kreative Wege gefunden werden mussten, um den Dialog zu strecken, als würden drei Männer ihn führen. Total ulkig, wenn man es ganz direkt vergleicht.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

877
Ich muss allerdings sagen, dass ich die Dolmetscher-Szene zwischen Pitt und dem Deutschen für recht gut gelöst halte. Pitts ausgesprochene Drohungen passen eigentlich recht gut zu der überschnellen Reaktion des Gefangenen.
Zuletzt geändert von 00T am 17. Januar 2020 20:50, insgesamt 1-mal geändert.
"East, West, just points of the compass, each as stupid as the other."
(Joseph Wiseman in Dr. No)

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

878
00T hat geschrieben: 17. Januar 2020 19:52 Ein umso größeres Ärgernis, dass sie nicht an der finalen Klopperei mitwirken darf, was? :wink:
Inder-Tat. Wobei die Rolle das eigentlich auch nicht hergibt, wenn wir ehrlich sind.

Good to have you back!

Noch absurder als Fassbenders fehlender Akzent und die tumben Sätze, die Pitt bei der Übersetzungsszene Pitt-Burkhard-Möhring in den Mund gelegt werden ist an der IB-Synchronfassung aber, dass die französischen Szenen, immerhin rund ein Drittel des Films, so belassen wurden. Somit wurde ein anderes Drittel - das englischsprachige - übersetzt und das akkurate und sorgfältige Spiel mit den Sprachen komplett gebrochen, das dann aber nicht einmal konsequent bzw. vollständig. Nicht einmal dem fremdsprachen- und untertitelscheuen Publikum bringt es wirklich was, weil es weiterhin fast ein Drittel des Films im Original sieht und dazu noch in einer Sprache, die die meisten wesentlich schlechter beherrschen dürften als das weit verbreitete Englisch. Ich finde das alles ganz schlimm und verquer.
We'll always have Marburg

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

879
00T hat geschrieben: 17. Januar 2020 19:52 Ein umso größeres Ärgernis, dass sie nicht an der finalen Klopperei mitwirken darf, was? :wink:
Der Grund dafür ist einer meiner großen Kritikpunkte an Death-Proof. Ich kann im Finale einfach nicht mit den drei Frauen mitfiebern, weil sie sich mit der Aktion zuvor einfach unfassbar unsympathisch gemacht haben. Das hätte man echt anders lösen können.
"You only need to hang mean bastards, but mean bastards you need to hang."

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

880
Was ist denn daran unsympathisch, die nervige Spaßbremse bei einer waghalsigen Aktion nicht dabei haben zu wollen? Die Mary Ellie Dingsbums ist ja nicht die Hellste, und würde bei der gefährlichen Nummer vermutlich heulen oder die anderen nur mit irgendeinem oberflächlichen Gelaber totquatschen. Da gerade die anderen zwei Damen in Gegenwart von Zoe auf dicke Hose machen wollen, ist das schon vollkommen verständlich - und für die Mary Ellie Wieauchimmer ohnehin besser so.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

881
Bin ich der einzige der Zoe Bell so klasse findet? Gerade die fehlende Schauspielerfahrung hat sie mir total sympathisch gemacht. Und dann der australische Akzent und vor allem der geniale Stunt! Von der Sportlichkeit ganz zu schweigen...
Da kann kann sich wer will billig im Cheerleaderlook anbiedern.
Der irre Flic mit heißem Blick

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

882
Zoe Bell ist klasse in Death Proof! Nur ist es schade, dass sie in Django Unchained, The Hateful Eight und Once Upon a Time... in Hollywood nur in Minirollen dabei ist. Die Action am Ende von Death Proof ist natürlich auch sagenhaft, und der Schluss ein Knaller, aber wenn ich eine Sache an Death Proof benennen müsste, die ich besonders hervorragend finde, dann sind es die vielen Dialoge der Frauen (egal ob erste oder zweite Hälfte) untereinander und wie großartig Tarantino ihnen die Bälle zuspielt. Ein fantastischer Film!
Prejudice always obscures the truth.

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

883
Revoked hat geschrieben: 17. Januar 2020 20:43 Und dann der australische Akzent
Also bitte! Zoë ist Neuseeländerin, musste die wunderbare Mary (gepriesen sei sie) doch sehr direkt darauf hingewiesen werden.
Casino Hille hat geschrieben: 17. Januar 2020 20:39 Die Mary Ellie Dingsbums
Revoked hat geschrieben: 17. Januar 2020 20:43 Da kann kann sich wer will billig im Cheerleaderlook anbiedern.
Ihr armen Narren! Naja, bleibt halt mehr Mary für mich übrig wenn ihr euch da im frauengeschmacklichen Niemandsland tummelt. :3

Aber Hille hat schon recht, rollentechnisch bietet die göttliche Mary im Kontext des Films überhaupt nicht das Potential für eine Teilnahme an der Schlussfahrt. Aber andersrum sehe ich es halt auch genau so wie Nami: Die Aktion - die etwas naive Mary-Rolle dem sehr dubiosen Redneck quasi auf dem Silbertablett zu präsentieren - ist schon ziemlich mies und geht potentiell weit über reine Spässchen unter Freundinnen hinaus, jetzt mal ganz ungeachtet meiner Vorliebe für die Darstellerin. Da hätte ich mir eine versöhnliche Auflösung gewünscht, und es hätte auch genug Möglichkeiten gegeben, ihr Zurückbleiben anders zu lösen.
Casino Hille hat geschrieben: 17. Januar 2020 21:09 Zoe Bell ist klasse in Death Proof! Nur ist es schade, dass sie in Django Unchained, The Hateful Eight und Once Upon a Time... in Hollywood nur in Minirollen dabei ist.
Was denn für Minirollen? Hat sie da mehr gemacht als nur Stunts? Ich muss zugeben, ich habe mich mit der Frau zuvor noch nie gross beschäftigt. Ich glaube ich wusste, dass es eine Stuntfrau mit dem Namen gibt, hab ich wohl mal im Zusammenhang mit Death Proof gelesen, aber mehr dann auch nicht.
We'll always have Marburg

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

884
Sie war die Stuntfrau von Uma Thurman bei den Kill Bill Filmen - und bei Inglourious Basterds auch als Stuntfrau aktiv.
In Django Unchained hat sie einen Cameo-Auftritt als die Anführerin einer Bande auf Candyland, die mit rotem Tuch vorm Gesicht ihre Männer anführt - ursprünglich sind da wohl mehr Szenen mit ihr gedreht wurden, die der Schere zum Opfer fielen, so ist es nur ein Sekundenauftritt. In The Hateful Eight ist sie im Rückblendenabschnitt in Minnies Laden zu sehen und trägt Lex Barkers Old Shatterhand Klamotten aus den Karl May Filmen. Und in Once Upon a Time... in Hollywood ist sie ebenfalls kurz in der Bruce Lee Rückblende als die Ehefrau von Kurt Russell dabei.

Zu John McClanes Tochter: Aber beachtet mal das Verhalten der "Freundinnen" vorher im Film untereinander. Dass sie das naive Dummchen bei dem komischen Redneck zurücklassen, kommt ja nicht einfach so aus dem Nichts, sondern ergibt sich aus dem Zusammenspiel vorher. Ich würde also argumentieren: Ein versöhnlicherer Umgang mit dem Charakter wäre zwar möglich, aber weniger glaubwürdig. :wink:

Ich habe auch kein Problem damit, wenn die Figuren, mit denen ich sympathisieren soll, mal Dinge tun, die meinem Wertesystem widersprechen - oder gar hinterhältig, gemein, verschlagen oder sonst wie rüberkommen. Das ist oft auch interessanter, als nur mich selbst in Figuren wiederzuentdecken. Aber in diesem Fall geht das für mich in Ordnung: MEW nervt die anderen drei Frauchen in einer Tour, ist für nichts zu gebrauchen und das komplette Gegenteil von "cool", so wie Zoe es ist - und es die anderen beiden (zumindest in Zoes Gegenwart) gerne wären. Da hat sich das mit der Zweckfreundschaft, wie bei dem beliebten Cheerleader-Püppchen, schnell erledigt. Wie im wahren Leben halt.
Prejudice always obscures the truth.
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