Welcher Film von Christopher Nolan ist der Beste?

- Following (1998) (Keine Stimmen)
- Memento (2000)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 4 (15%)
- Insomnia (2002)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (4%)
- Batman Begins (2005)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (4%)
- Prestige (2006)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (8%)
- The Dark Knight (2008)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 9 (35%)
- Inception (2010)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (8%)
- The Dark Knight Rises (2012) (Keine Stimmen)
- Interstellar (2014)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (8%)
- Dunkirk (2017)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (8%)
- Tenet (2020)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 3 (12%)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 26

Re: Die Filme des Christopher Nolan

31
AnatolGogol hat geschrieben:
danielcc hat geschrieben:Heißt das, nachdem Van Gogh oder Monet ein mal neue Wege beschritten hatten und ihren Stil gefunden haben, war das keine Kunst mehr sondern Handwerk? Hehe, ich treibe es absichtlich auf die Spitze nur um zu zeigen, dass es nicht ganz leicht ist.
Du übersiehst dabei aber, dass das was wir heutzutage gemeinhin als den „van Gogh-Stil“ oder den „Monet“-Stil bezeichnen eine jahre- bis jahrzehntelange Entwicklung war. Ein van Gogh hat ja nicht nach seinem ersten Gemälde Perfektion erreicht und danach nur noch Sonnenblumen gemalt. :wink:
Ja Bay hat auch über die Jahre seinen Stil perfektioniert ;-) jetzt aber genug von der Luftpumpe :-)
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Die Filme des Christopher Nolan

32
Ich muss doch noch mal auf Bay zurückkommen: Bay hat vor allem visuell sehr wohl einen eigenen Stil. Sei es Beleuchtung, Schnitt, Kameraführung oder auch seine Zeitlupenaufnahmen. Die Bruckheimer-Produktionen ohne Bay haben da schon andere Stile, auch wenn man Ähnlichkeiten gerade bei den durch mit Farbfilter versehenen Aufnahmen nicht abstreiten kann.
Als lehrreiches Beispiel kann ich da nur "Die Insel" empfehlen, welcher ohne Bruckheimer entstand. Dieser Film ist übrigens auch der Beweis, dass Bay auch einen Film mit durchgängig überzeugender Story und Charakter-Szenen realisieren kann. Ich gebe zu, Armageddon und vor allem Pearl Harbor waren grottenschlechte Filme im Endeffekt (gut, den PH-Score finde ich super), aber ich habe hier vor allem die visuelle Umsetzung gemeint.

Wieso daher für mich Bay weniger Handwerker als Spielberg ist: Bei Spielberg erkennen ich keine Inszenierungstechniken die besonders kennzeichnend für ihn sind. Die visuelle Umsetzung (Kamera, Beleuchtung etc.) ist bei Spielberg nahezu immer konventionell und nach Schema-F. Das dies kein falsches Schema ist gebe ich zu, da die überwiegende Anzahl seiner Filme funktioniert, aber eben dahingehend für mich letztlich mehr Handwerk als Kunst sind. Ein visuell fehlerfreier Film ist auch noch lange nicht ein visuell beeindruckender. Dazu sehe ich seit den späten 80ern / früheren 90ern keinerlei Weiterentwicklung bei Spielbergs Stil...

Bays Stil empfinde ich daher als viel mehr "Mehrwerthaltig" - die Aufnahmen versuchen die Geschehnisse zu betonen. Ähnlich wie ein Score einen Film episch wirken lassen kann, geht Bay den Weg dies ebenso visuell zu tun. Da bemerkt man Bays Herkunft aus der Welt der Werbefilmer, aber ich sehe das eher positiv: Einen guten Werbespot zu machen kann eine größere Herausforderung sein, als einen guten Kinofilm....

Nolan hat nunmehr auch seinen eigenen Stil entwickelt. Ob dies ebenso eine Sackgasse wird, wie aus meiner Sicht bei Spielberg wird uns die Zukunft zeigen. In den letzten Filmen jedoch hat er es geschafft immer wieder mit neuen Ideen zu überraschen. TDKR wird zeigen ob da noch was geht... :wink:

Im ürbigen gibt es bei wikipedia eine interessante Beschreibung von einem anderen Herzensprojekt von Nolan, ein Film über das spätere Leben von Howard Bughes:
Originally scheduled for production in 2004, Nolan's film about Howard Hughes was delayed due to the release of Martin Scorsese' s The Aviator (2004); Nolan feels that making it ten years after The Aviator would be more suitable as people would have forgotten about Scorsese's rendition. Nolan described the screenplay as being "The best thing I ever wrote...it's going to be a very, very unusual script and a very unusual movie."[29] He described how the film will focus on Hughes's later life which was not covered in depth in Scorsese's film, "We’ll meet the Howard Hughes who spent much of 1948 sitting naked in a bungalow at the Beverly Hills Hotel with only a pink dinner napkin covering his genitals as he screened movies from his studio, RKO Pictures, and ran up an $11 million tab; the Hughes who — obsessed with food safety — once bought every franchise restaurant chain in his home state of Texas, and who was similarly so concerned about air quality that he installed an aircraft filtration system in his 1954 Chrysler New Yorker, taking up its entire trunk; the Howard Hughes who had his hair cut and nails trimmed only once a year, and who was seemingly as addicted to Baskin Robbins Banana Ripple ice cream as he was to regular codeine injections; the Hughes who at the end of his life considered only Mormons trustworthy enough to be let into his inner circle."[30][31] The script would be based on Citizen Hughes: The Power, the Money and the Madness, a biography of the industrialist by Michael Drosnin.
Wenn er es mal verwirklicht und dafür DiCaprio verpflichten sollte, dann hat der großartige "The Aviator" ein de-facto Sequel :wink:
"In a Bond film you aren't involved in cinema verite or avant-garde. One is involved in colossal fun."

Terence Young

Re: Die Filme des Christopher Nolan

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Es gibt aber auch noch mehr als die visuelle Umsetzung einer Story!
Wenn du nur darüber sprichst, mag man von Spielberg als Handwerker sprechen.

Aber es gibt ja auch noch:
- Drehbuchentwicklung
- Storyaufbau
- Tempo der Erzählung / Dramaturgie
- Charakterentwicklung
etc.
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Re: Die Filme des Christopher Nolan

34
danielcc hat geschrieben:Es gibt aber auch noch mehr als die visuelle Umsetzung einer Story!
Wenn du nur darüber sprichst, mag man von Spielberg als Handwerker sprechen.

Aber es gibt ja auch noch:
- Drehbuchentwicklung
- Storyaufbau
- Tempo der Erzählung / Dramaturgie
- Charakterentwicklung
etc.
Streite ich ja auch nicht ab und was du sagst ist ja alles richtig!

Allerdings muss für mich ein Film auch visuell gut (im Sinne von interessant) sein, ansonsten kann ich mir ja auch ein Hörspiel reinziehen... :wink:

Aber auch bei Dramaturgie und auch Charakterentwicklung ist Spielberg eher auf den konventionellen Seite. Bei seinen Storys fiel er ebenfalls wie schon erwähnt auf Gedeih und Verderb in uralte Schemata (geradezu erzwungene übertriebene Happy Ends unter anderem) zurück. Natürlich ist das persönlicher Geschmack des Filmemachers, doch mein Geschmack ist dies nicht. Für mich muss beispielsweise ein Filmende zum Rest des Films passen. Auf diese Art finde ich Nolans Filmenden wesentlich angenehmer und passender. Das Ende von TDK ist nur der logische Schluss der zuvor im Film geziegten Ereignisse, das Ende von Prestige ist ein grandioser Brainfuck-Moment in der Tradition der gulten alten Twilight Zone und das Ende von Inception halte ich für das beste denkbare. Bei letzterem denke ich, dass eben dieses Ende das einzig richtige sein kann: Dass man die Frage offen lässt... passt wunderbar zum Film...
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Terence Young

Re: Die Filme des Christopher Nolan

35
MX87 hat geschrieben:
Wieso daher für mich Bay weniger Handwerker als Spielberg ist: Bei Spielberg erkennen ich keine Inszenierungstechniken die besonders kennzeichnend für ihn sind. Die visuelle Umsetzung (Kamera, Beleuchtung etc.) ist bei Spielberg nahezu immer konventionell und nach Schema-F.
Bist du sicher das du das nicht umgekehrt meinst?

Für mich ist Bay der Schema F Regisseur, während Spielberg ein Autorenfilmer ist der sich denke ich nach wie vor in seinen Filmen selber verwirklicht.

Re: Die Filme des Christopher Nolan

36
Maibaum hat geschrieben:
MX87 hat geschrieben:
Wieso daher für mich Bay weniger Handwerker als Spielberg ist: Bei Spielberg erkennen ich keine Inszenierungstechniken die besonders kennzeichnend für ihn sind. Die visuelle Umsetzung (Kamera, Beleuchtung etc.) ist bei Spielberg nahezu immer konventionell und nach Schema-F.
Bist du sicher das du das nicht umgekehrt meinst?

Für mich ist Bay der Schema F Regisseur, während Spielberg ein Autorenfilmer ist der sich denke ich nach wie vor in seinen Filmen selber verwirklicht.
Du redest vom Endprodukt als gesamtes. Ich meinte es bezogen auf die Inszenierung. Spielberg ist inszenatorisch (hier meine ich Kamera, Beleuchtung usw) verwechselbar, so kann ich zwischen einem Film von ihm und beispielsweise von Peter Jackson kaum unterscheiden. Dass Spielberg sich selbst darin verwirklicht, da stimme ich zu. Da scheinen seine oben erwähnten kitschigen Momente ihn als Guru aller Idealisten und Optimisten zu bestätigen.

Nenne mir einen Regisseur der stilitisch nahezu identisch mit Bay ist. Rein optisch kommt am ehesten Tony Scott in die Nähe von denen die mir jetzt auf anhieb einfallen. Bays Filme tragen daher aus meiner Sicht wesentlich eher eine eindeutige visuelle Handschrift...

Im übrigen verwirklicht sich Bay in seinen Filmen auch. Ich kann nur raten mal einen Audiokommentar oder manche Making Ofs zu seinen Filmen zu sehen. Er macht nie einen Hehl draus, dass er die Leute allen voran unterhalten will. Köstlich übrigens der Audiokommentar zu "The Rock" wo er Sean Connerys Akzent nachmacht.... gut jetzt sind wir aber mal ganz weit weg vom Thema....


Zurück zu Nolan....
TDKR scheint dieses Jahr wohl DER große Blockbuster zu werden. Ich will jetzt nicht spoilern aber Nolan nutzt diverse Techniken die er bei vorherigen Filmen nutzte und strickt diese in TDKR konsequent weiter. Wer die Anfangsszene schon gesehen hat, der wird sich schwer an Bond erinnert fühlen und an einzelne Szenen in einem seiner vorherigen Filme. Gleichzeitig suggerieren diverse Bilder vom Set, dass man auch bei der technischen Umsetzung nochmal nachlegte. Auch hier wird wieder fleißig von der IMAX-Kamera gebrauch gemacht, was beeindruckende Bilder erwarten lässt...

Hier mal der Trailer der Vollständigkeit halber...
"In a Bond film you aren't involved in cinema verite or avant-garde. One is involved in colossal fun."

Terence Young

Re: Die Filme des Christopher Nolan

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MX87 hat geschrieben: Zurück zu Nolan....
TDKR scheint dieses Jahr wohl DER große Blockbuster zu werden.
Das Einspielergebnis von TDK lag so exorbitant vor dem des Vorgängers, dass der Heath Ledger Effekt, und die maßlosen Vorschusslorbeeren in Bezug auf seine Darstellung sicher auch einen großen Anteil dazu beigetragen haben.
Diesen Effekt wird TDKR nicht haben und sicherlich werden viele Kritiker und Zuschauer eher enttäuscht sein vom Gegenspieler Bane. Mich würde es nicht wundern, wenn der Film das Ergebnis des Vorgängers nicht erreicht.

Größter Blockbuster 2012 wird The Hobbit
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Re: Die Filme des Christopher Nolan

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MX87 hat geschrieben:
Maibaum hat geschrieben:
MX87 hat geschrieben:
Wieso daher für mich Bay weniger Handwerker als Spielberg ist: Bei Spielberg erkennen ich keine Inszenierungstechniken die besonders kennzeichnend für ihn sind. Die visuelle Umsetzung (Kamera, Beleuchtung etc.) ist bei Spielberg nahezu immer konventionell und nach Schema-F.
Bist du sicher das du das nicht umgekehrt meinst?

Für mich ist Bay der Schema F Regisseur, während Spielberg ein Autorenfilmer ist der sich denke ich nach wie vor in seinen Filmen selber verwirklicht.
Du redest vom Endprodukt als gesamtes. Ich meinte es bezogen auf die Inszenierung. Spielberg ist inszenatorisch (hier meine ich Kamera, Beleuchtung usw) verwechselbar, so kann ich zwischen einem Film von ihm und beispielsweise von Peter Jackson kaum unterscheiden. Dass Spielberg sich selbst darin verwirklicht, da stimme ich zu. Da scheinen seine oben erwähnten kitschigen Momente ihn als Guru aller Idealisten und Optimisten zu bestätigen.

Nenne mir einen Regisseur der stilitisch nahezu identisch mit Bay ist. Rein optisch kommt am ehesten Tony Scott in die Nähe von denen die mir jetzt auf anhieb einfallen. Bays Filme tragen daher aus meiner Sicht wesentlich eher eine eindeutige visuelle Handschrift...

Im übrigen verwirklicht sich Bay in seinen Filmen auch. Ich kann nur raten mal einen Audiokommentar oder manche Making Ofs zu seinen Filmen zu sehen. Er macht nie einen Hehl draus, dass er die Leute allen voran unterhalten will. Köstlich übrigens der Audiokommentar zu "The Rock" wo er Sean Connerys Akzent nachmacht.... gut jetzt sind wir aber mal ganz weit weg vom Thema....
Weiß nicht, ich sehe bei Bay überhaupt nichts, habe aber auch nur wenig von seinen Filmen komplett gesehen, da sie mich meist langweilen.
Tony Scott mag ich vom Stil.

Zwischen Spielberg und Jackson wiederum würde ich große Unterschiede behaupten. Die kommen mir sehr verschieden vor.

Re: Die Filme des Christopher Nolan

40
Spielberg hat aber auch natürlich eine irrsinnige Bandbreite von Filmen gemacht vom kleinen Roadmovie zu Sci-Fi, eine kleine Liebeskomödie, Historienverfilmungen, reines Popkorn Kino, etc.

Da fällt es sicher schwerer einen "Stil" zu erkennen, als wenn jemand sowieso nur Fantasy-Action macht. Wäre ja blöd, wenn Schindlers Liste exakt so aussehen würde wie Jurassic Park. Aber immerhin arbeitet ja Spielberg fast immer mit den gleichen Leuten, so dass er schon seine Vorstellung davon hat, wie etwas aussehen und wirken soll.
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Re: Die Filme des Christopher Nolan

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onkelsam hat geschrieben:Spielberg ist absolut überschätzt.

Er hatte gute Filme-aber auch viel Durchschnitt.
Auch wenn mir Spielbergs Werk der letzten 15 Jahre nicht mehr viel gibt muss ich da aber massiv widersprechen: der Mann hat Meisterwerke wie Der weisse Hai und E.T. gedreht und daneben viele weitere moderne Klassiker. Das so lapidar mit "hatte gute Filme" abzutun trifft meiner Meinung den Sachverhalt nicht mal annähernd. Auf dem Gebiet des Unterhaltungsfilms war er eine absolute Koryphäe und Ausnahmeerscheinung, wenn man so will der Pionier des Blockbusterkinos. Leider wirkt er auf mich seit geraumer Zeit wie viele andere große und bedeutende Regisseure auch "leergedreht", ich erwarte ehrlich gesagt nicht mehr allzu viel von ihm. Das ändert aber nichts an den vielen herausragenden Filmen der ersten 20 Jahre seiner Karriere. Und um den Bogen zu Nolan zu spannen: da muss der gute Chris noch lange drehen, bis er Spielbergs Anzahl an allgemein anerkannten Klassikern erreicht. :wink:
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"

Re: Die Filme des Christopher Nolan

44
Ich finds auch immer schade, wenn man Meister wie Spielberg immer wieder daran misst, was sie mal geschaffen haben.
Man kann nun mal nicht immer komplett neues erfinden. Auch heute noch hat aber jeder Spielberg Film mehr Präzision und Perfektion als das was ich von den meisten anderen Regisseuren so sehe.
Da kann man meinen was man will, aber wenn ich die Actionszenen des letzten Indiana Jones Films, oder die aus Tintin, dann suche ich sowas perfektes meistens vergebens.
Dagegen drehen viele Regisseure heute vollkommen uninspirierte, seelenlose aber in technischem Bombast erstickenden Actionmüll
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Re: Die Filme des Christopher Nolan

45
onkelsam hat geschrieben:Er WAR gut-aber er ist nicht der Messias.

Nolan kann das mit Sicherheit gelingen, das er mit Spielberg gleichzieht.
Elegant formuliert: Konjunktiv in Verbindung mit „mit Sicherheit“. :D

Aber im Ernst: ich glaube du verkennst da die Tatsachen etwas. Ungeachtet der Qualität von Nolans Filmen (meine subjektive Einschätzung habe ich ja bereits kundgetan) hat allerhöchstens The Dark Knight sich einen dauerhaften Platz in der Filmhistorie gesichert, alle anderen Werke von Nolan waren mal mehr, mal weniger erfolgreich – wurden mal mehr, mal weniger gelobt. Aber letztlich blieben es Randnotizen der Filmgeschichte. Das soll nicht herabwürdigend sein, mehr als 99% aller Filme bringen es über diesen Status nicht hinaus. Schaut man sich die ersten 10 Jahre aus Spielbergs Vita an, dann stehen da mit Der weisse Hai, Unheimliche Begegnung der dritten Art, Jäger des Verlorenen Schatzes und E.T. gleich vier Filme, die auch heute noch sofort genannt werden wenn es um die wichtigsten Filme dieses Jahrzehnts (es waren ja eher 2 Halbdekaden) geht. Spielberg liess mit Jurassic Park, Schindlers Liste und Der Soldat James Ryan noch drei weitere Filme folgen, die es auf diesen imaginären filmischen Olymp schafften. Ob dies nun berechtigt oder nicht ist lassen wir mal aussen vor, es ist jedenfalls eine Tatsache dass auch diese Filme zu den prägenden Filmen ihres Jahrzehnts gezählt werden. In Summe kommen wir bei Spielberg also auf sieben – das ist alles andere als ein schlechter Wert für einen Filmschaffenden. Wie gesagt: Nolan: 1. Er hat also noch einiges vor. :wink:
danielcc hat geschrieben:Ich finds auch immer schade, wenn man Meister wie Spielberg immer wieder daran misst, was sie mal geschaffen haben.
Man kann nun mal nicht immer komplett neues erfinden. Auch heute noch hat aber jeder Spielberg Film mehr Präzision und Perfektion als das was ich von den meisten anderen Regisseuren so sehe.
Da kann man meinen was man will, aber wenn ich die Actionszenen des letzten Indiana Jones Films, oder die aus Tintin, dann suche ich sowas perfektes meistens vergebens.
Dagegen drehen viele Regisseure heute vollkommen uninspirierte, seelenlose aber in technischem Bombast erstickenden Actionmüll
Das ist halt der Fluch des grandiosen Vorschaffens. Ich finde schon dass es absolut legitim ist Spielberg an seinen früheren Werken zu messen. Allerdings sollte man gleichzeitig auch noch das „Normalmaß“ im Auge behalten, ein schwächerer Spielberg muss ja noch lange kein schlechter Film sein.

In Bezug auf Indy 4 und Tim und Struppi muss ich insofern intervenieren, als dass neben einigen wirklich sehr guten Actionszenen auch einige eher durchschnittlich (Hafenverfolgung und Kranszene bei Tim und Struppi) bis unterdurchschnittliche (die Dschungelverfolgung in Indy 4) dabei waren. Was es doppelt schade macht, da er offensichtlich ja nach wie vor ein gutes Gespür für solche Szenen hat – nur leider aus meiner Sicht nicht mehr durchgängig.
Zuletzt geändert von AnatolGogol am 7. Februar 2012 14:23, insgesamt 1-mal geändert.
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"