Ich bewerte QOS mit...

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Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

#2131
Ich greife mal die Diskussion aus einem anderen Thread auf, weil sie meiner Meinung nach besser hierher passt:
craigistheman hat geschrieben:
3. Juni 2020 16:42
Ich verstehe halt die Leute nicht, die behaupten, QoS sei technisch missraten. Es ist alles da, aber der Film setzt an der einen oder anderen Stelle voraus, dass sich das Publikum selbst seinen Teil zum Geschehen denkt, was ich sehr erfrischend finde.
Technisch ist QOS natürlich auch so um Welten besser als z. B. DAD oder die meisten Moore-Bonds. Ich finde es nur schade, dass durch die Hektik viel von dem Charme der hervorragenden Locations verloren geht. Denn mit das beste an QOS ist eben das Produktionsdesign.
craigistheman hat geschrieben:
3. Juni 2020 16:42
Forster hat einfach die sehr undankbare Aufgabe erhalten, einen extrem beliebten Film fortzusetzen.
Da stimme ich dir zu. QOS wirkt nur deshalb so schwach, weil er eben zwischen zwei so guten Bondfilmen produziert wurde.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2020

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

#2132
Samedi hat geschrieben:
3. Juni 2020 17:04
QOS wirkt nur deshalb so schwach, weil er eben zwischen zwei so guten Bondfilmen produziert wurde.
Neee, der Film wurde auch vor der Veröffentlichung von Skyfall schon nicht so gut aufgenommen. Vielleicht hat Skyfall den schlechten Ruf von QOS zementiert, da magst Du recht haben.
Wobei ich den Film jetzt nicht sooo schlecht fand.
Klar, viel zu hektisch geschnitten und ein langweiliger Bösewicht. Aber bondig fühlte sich das ganze schon an.
Und das Hotel am Ende in der Wüste erinnerte an herrlich verschrobene Basen der alten Bondschurken... nur halt in realistisch.
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Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

#2133
Meine Meinung über QOS hat sich durch SF auch nicht unbedingt verschlechtert. Eher kann ich mit QOS inzwischen sogar mehr anfangen als früher.
MARVEL hat geschrieben:
1. Juli 2020 11:08
Und das Hotel am Ende in der Wüste erinnerte an herrlich verschrobene Basen der alten Bondschurken... nur halt in realistisch.
Das sehe ich grundsätzlich auch so. Nur durch die hektischen Schnitte fühlt sich der Film für mich dann doch nicht mehr so nach Bond an.

Wie man hier sicherlich weiss, halte ich nicht allzu wenig davon, thematisch an den Vorgängerfilm anzuknüpfen. Und das funktioniert im Falle von CR - QOS auch besser als bei SP. Die Schwächen kann das aber nicht übertönen.

QOS ist ein Film mit viel Potential, den Forster aber meiner Meinung nach nicht so optimal umgesetzt hat.
"Ich glaube nie, was in den Zeitungen steht." - TND

Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

#2134
Henrik hat geschrieben:
1. Juli 2020 11:47
Meine Meinung über QOS hat sich durch SF auch nicht unbedingt verschlechtert. Eher kann ich mit QOS inzwischen sogar mehr anfangen als früher.
MARVEL hat geschrieben:
1. Juli 2020 11:08
Und das Hotel am Ende in der Wüste erinnerte an herrlich verschrobene Basen der alten Bondschurken... nur halt in realistisch.
Das sehe ich grundsätzlich auch so. Nur durch die hektischen Schnitte fühlt sich der Film für mich dann doch nicht mehr so nach Bond an.

Wie man hier sicherlich weiss, halte ich nicht allzu wenig davon, thematisch an den Vorgängerfilm anzuknüpfen. Und das funktioniert im Falle von CR - QOS auch besser als bei SP. Die Schwächen kann das aber nicht übertönen.

QOS ist ein Film mit viel Potential, den Forster aber meiner Meinung nach nicht so optimal umgesetzt hat.
Alles was Du sagst stimmt. Vor allem das mit dem schnellen Schnitt... der ist wirklich grausam und eines Bond unwürdig.
Bei Bourne war das neu und frisch. Bei Bond fühlte es sich abgekupfert an.
Ähnlich wie nach Matrix "alle" Bullettime machen wollten oder nach James Ryan alle mit dieser Mittendrin-Wackelkamera angefangen haben... nur wusste man bei James Ryan noch grob was passiert... bei QOS oft nicht mehr so recht. ;)
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Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

#2135
Henrik hat geschrieben:
1. Juli 2020 11:47

QOS ist ein Film mit viel Potential, den Forster aber meiner Meinung nach nicht so optimal umgesetzt hat.
Das ist auch meine größte Kritik an dem Film.

DAF, OP und DAD sind aus meiner Sicht kaum noch zu retten. QOS dagegen ist ein an sich guter Film, der durch einzelne Entscheidungen schwächer ist als er es hätte sein müssen.

Man stelle sich nur einmal vor, man hätte sich statt des schwachen Dominic Greene (hier lag es eindeutig nicht am Schauspieler, sondern an der Figur selbst) z. B. für Guy Haines als Hauptantagonisten entschieden. Das hätte die Sache dann um einiges spannender werden lassen.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2020

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Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

#2136
Stimmt, dieser Guy-Haines-Typ, der etwa 3 Sekunden im (bzw. auf einem) Bild ist hatte sicherlich viel Potenzial… :lol:

Wenn, dann hätte SF damals das ausbauen müssen, was in QOS angefangen wurde. Und man hätte SF sehr leicht so drehen können, dass er den Plot von QOS fortsetzt. Aber 2011/2012 hatte man in das Publikum noch nicht dasselbe Vertrauen, wie man es jetzt acht Jahre später hätte. Das Marvel-erprobte Publikum will jetzt sogar genau das sehen, was man ihnen 2011/2012 nicht zugetraut hätte.
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Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

#2137
Casino Hille hat geschrieben:
1. Juli 2020 12:25
Stimmt, dieser Guy-Haines-Typ, der etwa 3 Sekunden im (bzw. auf einem) Bild ist hatte sicherlich viel Potenzial…
War nur ein Beispiel. Aber Dominic Greene war (auch mit seinem Sidekick Elvis) einer der schwächsten Schurken der ganzen Reihe. Das zieht dann eben auch den ganzen Film nach unten. Medrano war auch nicht gerade der Hammer.
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Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

#2138
Das wird sicher jeder anders sehen, ich mochte Greene, in meiner Top-Riege wäre er zugegeben allerdings auch nicht.
Aber er ist der richtige Schurke für QOS, bzw. die richtige Art Figur für einen Film wie QOS. Und außerdem muss nicht jeder Bond-Film einen erstklassigen Schurken haben, da Filme ihre Schwerpunkte auch anders setzen können. Ein Bond-Film könnte sogar ganz ohne großen Obermotz funktionieren, oder nur mit einem, der bestenfalls auf 1-2 kurze Szenen à la Orlov kommt. Nicht jeder Film kann alles machen, und es ist auch mal okay, auf den ganz großen Schurken zu verzichten und einen zweckdienlichen Antagonisten zu haben. Wer in Check- und Ranglisten denkt, hat dann natürlich ein Problem beim Schauen.
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Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

#2139
Ich überlege gerade auch welcher Bond-Schurke schlechter war als Greene... Gustav Graves vielleicht? Wobei der wenigstens auf eine trashige weise kacke war und nicht einfach nur langweilig.
Casino Hille hat geschrieben:
1. Juli 2020 12:41
Das wird sicher jeder anders sehen, ich mochte Greene, in meiner Top-Riege wäre er zugegeben allerdings auch nicht.
Aber er ist der richtige Schurke für QOS, bzw. die richtige Art Figur für einen Film wie QOS. Und außerdem muss nicht jeder Bond-Film einen erstklassigen Schurken haben, da Filme ihre Schwerpunkte auch anders setzen können. Ein Bond-Film könnte sogar ganz ohne großen Obermotz funktionieren, oder nur mit einem, der bestenfalls auf 1-2 kurze Szenen à la Orlov kommt. Nicht jeder Film kann alles machen, und es ist auch mal okay, auf den ganz großen Schurken zu verzichten und einen zweckdienlichen Antagonisten zu haben. Wer in Check- und Ranglisten denkt, hat dann natürlich ein Problem beim Schauen.
Orlov aus Octopussy? Wenn man die Reihe durchgeht (also ich jetzt grob im Kopf) sind die schlechteren Bond-Filme auch die mit schlechten oder langweiligen Gegnern.
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Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

#2140
Was daran liegt, dass die meisten Bondfilme auch sehr auf die Konfrontation zwischen 007 und den Schurken setzen – dann hat der Schurke natürlich auch ein entsprechendes Gewicht. QOS ist aber ein etwas anderer Film und funktioniert da auch anders (ähnlich wie z.B. auch TLD).

Und wenn wir uns von Bond mal wegbewegen: Mission Impossible 4 ist ein großartiger Action- und Agentenfilm, und an den Namen des Schurken kann ich mich nicht mal erinnern. Spricht der im Film mehr als 10 Sätze? Kommt der auf über 6 Minuten Screentime? Vermutlich nicht. Trotzdem ein großartiger Film, weil eben auch das funktionieren kann. Ist "Zurück in die Zukunft 2" wirklich besser als der Vorgänger, weil Biff mehr im Bild ist und mehr Einfluss auf den Plot hat? Erinnert sich irgendwer ernsthaft an die Gegenspieler in den Indiana Jones Filmen (außer Cate Blanchett mit Russenschnute)?

Ein Bondfilm könnte problemlos ganz ohne Schurken auskommen oder seinem Antagonisten nur zwei Szenen einräumen (siehe Jurassic Park). Und ein Film wie QOS legt den Schwerpunkt eher auf Bond, seine Charakterentwicklung, seine Beziehung zu M und Camille. Greene ist ein notwendiger Katalysator und das Script gibt der Figur schon mehr Raum und Charakter als sie eigentlich benötigen würde. Nicht jeder Bondfilm braucht einen Goldfinger, um klasse zu sein.
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Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

#2141
Casino Hille hat geschrieben:
1. Juli 2020 12:41
außerdem muss nicht jeder Bond-Film einen erstklassigen Schurken haben, da Filme ihre Schwerpunkte auch anders setzen können.
Nur hatte ja bereits CR das Konzept, auf einen erstklassigen Schurken verzichten zu wollen. Da hat das ganz gut funktioniert mit Le Chiffre als gezielt schwacher Schurkenfigur und Mr. White als der Mann im Hintergrund.

Zum Konzept von QOS hätte ich mir aber schon einen starken Schurken gewünscht, denn vor allem das Treffen in Bregenz wirkt ohne einen starken Schurken ziemlich merkwürdig.
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Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

#2142
Bond mit Jurassic Park zu vergleichen ist schon mutig. ;)
Ich erinnere mich tatsächlich sehr gut an die Indy-Schurken aus den ersten drei Filmen. Beloq, Mola Ram, Donnovan.
TLD ist da wirklich eine Ausnahme. Wirklich keine guten Schurken (obwohl Necros als Handlanger geil ist) und trotzdem ein guter Bond-Film. Die Regel ist doch wenn aber eher, dass die schwachen Bond-Filme auch die schwachen Schurken haben, oder das "mittelmäßige" Einträge ins Franchise durch ihre Schurken aufgewertet werden.

@ Samedi: LeChiffre ist vielleicht kein starker Schurke, aber wohl ein memorabler.
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Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

#2143
Samedi hat geschrieben:
1. Juli 2020 13:16
Zum Konzept von QOS hätte ich mir aber schon einen starken Schurken gewünscht, denn vor allem das Treffen in Bregenz wirkt ohne einen starken Schurken ziemlich merkwürdig.
Oder realistisch. Immerhin ist das eine der Kernaussagen des Films: Die Welt ist mittlerweile viel komplexer geworden. Den einen Oberschurken, den du nur erwischen und töten musst, um die Welt besser zu machen, gibt es nicht mehr. Terrororganisationen werden geführt wie internationale Unternehmen, die exakte Verantwortlichkeit ist unübersichtlich, schwierig, uneindeutig. Der CIA macht schmutzige Geschäfte im Nahen Osten, der britische Geheimdienst muss sehen wo er bleibt… QOS handelt genau davon. Ein Dominic Greene ist auch nur Teil eines größeren Ganzen und du kannst ihn zwar aus dem Weg räumen, aber dann kommt eben der Nächste nach. Du kannst heute eine humanitäre Katastrophe in Bolivien verhindern, aber verdursten tut das Land immer noch (und "es wird Jahre dauern, die Dämme zu zerstören"). Du kannst einen korrupten CIA-Mann wie Beam los werden, aber das verbessert die Lage der Geheimdienste auch nicht. Für einen Film wie QOS (gerade mit dem Plot, den er erzählt) wäre der Blofeld-eske Bondschurke vollkommen unpassend. An der Spitze dieser Terror-Netzwerke sitzt nicht die eine graue Eminenz, und der Kampf gegen das Böse ist sehr viel weniger personalisiert als früher. Genau das vermittelt QOS und wenn Bondfans lieber ihren großen bösen Blofeld haben wollen, ist das okay und jeder hat das Recht, das so zu empfinden. Aber es ist nun einmal nicht der Film, der QOS sein will. In QOS hat ein Anführer im Dunkeln, der die Fäden zieht, nichts verloren. Auch ich hätte mir Greenes Rolle noch etwas anders in QOS gewünscht, aber den klassischen Bondschurken darf es in QOS so nicht geben, dann wäre es ein ganz anderer Film.
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Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

#2145
Casino Hille hat geschrieben:
1. Juli 2020 13:23
Samedi hat geschrieben:
1. Juli 2020 13:16
Zum Konzept von QOS hätte ich mir aber schon einen starken Schurken gewünscht, denn vor allem das Treffen in Bregenz wirkt ohne einen starken Schurken ziemlich merkwürdig.
Oder realistisch.
Ob das Treffen in Bregenz jetzt wirklich so realistisch ist, wage ich doch zu bezweifeln.
Casino Hille hat geschrieben:
1. Juli 2020 13:23
Die Welt ist mittlerweile viel komplexer geworden. Den einen Oberschurken, den du nur erwischen und töten musst, um die Welt besser zu machen, gibt es nicht mehr.
Den "einen" Oberschurken hätte QOS in der Tat nicht gebraucht und das sage ich auch nicht. Aber Greene wirkt als Figur einfach viel zu schwach, als dass er realistisch eine der oberen Positionen in der dargestellten Organisation einnehmen könnte.
Casino Hille hat geschrieben:
1. Juli 2020 13:23
Für einen Film wie QOS (gerade mit dem Plot, den er erzählt) wäre der Blofeld-eske Bondschurke vollkommen unpassend. An der Spitze dieser Terror-Netzwerke sitzt nicht die eine graue Eminenz, und der Kampf gegen das Böse ist sehr viel weniger personalisiert als früher.
Aber wie gesagt, hat man das in CR viel besser umgesetzt als in QOS.

In CR agiert Mr. White als der Mittelsmann, der überall und nirgends ist und ähnlich wie Bond den Abzug drückt oder nicht drückt. Auch in QOS spielt Mr. White diese Rolle wieder perfekt, nur wird das Böse in QOS durch Greene, Medrano und Beam eben durchaus viel stärker personalisiert als in CR.

Man hätte sich eben entscheiden müssen:

Entweder man fährt die Schiene weiter wie in CR mit Mr. White (oder einer ähnlichen Figur) als jemand, der eine Organisation vertritt, die niemand wirklich kennt, die aber trotzdem überall erheblichen Schaden anrichtet.

Oder aber man macht so ein Treffen wie in Bregenz und personalisiert die Organisation dann eben doch mit starken Köpfen.
Casino Hille hat geschrieben:
1. Juli 2020 13:23
In QOS hat ein Anführer im Dunkeln, der die Fäden zieht, nichts verloren.
Aber doch zumindest jemand, der etwas mehr Autorität ausstrahlt als Greene. :wink:
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2020

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